Was war, was ist und was kommt

Mein Jahresstartbeitrag vor etwa einem Jahr, nach einem tollen parkrun, hieß:
„So kann das Jahr weitergehen“
Dass es dann komplett anders wurde, konnte niemand ahnen.
Was in diesem doch recht speziellen vergangenen Jahr so ganz allgemein passiert ist, darüber brauch ich nicht viel Worte verlieren, das neue Jahr wird uns mit diesen Themen ja eh noch ordentlich auf Trab halten.

Läuferisch hat mich 2020 dadurch allerdings auf eine etwas andere Ebene gebracht. Veranstaltung sind ausgefallen, teilweise gab es mal mehr und mal weniger spannenden virtuellen Ersatz und statt auf irgendwelche Wettbewerbe hinzutrainieren, bin ich einfach nur gelaufen. Einfach so.
Und ich hab mal wieder gemerkt dass es das ist was mir am laufen wirklich Spaß macht.
Rennen, für mich sein, ohne Zeitdruck unterwegs sein, einfach abschalten, die Gedanken durchlüften, Wind und Wetter wahrnehmen, einfach geniessen und ab und zu ein Rennen gegen mich selbst laufen.
Entweder am Rhein, oder durch den Wald, quer durch die Stadt oder auch weite Schleifen ausserhalb. Aber immer nur hier in meiner Stadt, keine Laufausflüge, keine kurzen Trips mit Abendlauf, nichts dergleichen.

Dank des virtuellen Silvesterlaufs bin ich am 30.12. schließlich auf die schöne Zahl von 3.333km gekommen und hab es dabei belassen.

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Das neue Jahr wurde mit einem 30km Lauf begonnen, den ich allerdings etwas unterteilt habe.
Zuerst 3km zu einem verabredeten Startpunkt laufen, um dann als Pacer einen Laufkollegen bei einem Halbmarathon zu unterstützen und danach wieder 6km nach Hause traben.
War schön und hat Spaß gemacht.
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Es folgte eine Ruhewoche, mir war einfach danach mal Pause zu machen.
Den Januar werde ich auch eher gemäßigt weitermachen, immer nur unter Volldampf zu laufen muss ja nicht sein.
Mal sehen ob ich das durchhalte 🙂

Ganz sicher werde ich auch wieder Wettbewerbe laufen, bin natürlich bereits für ein paar Sachen angemeldet, aber erstmal abwarten was das Jahr so bringt.

Was war sonst so …
meine unzuverlässige Garmin Uhr wurde gegen Coros getauscht. Neugierig was die so kann, hatte ich mir frühzeitig die Coros Pace 2 gekauft und mich schlagartig verliebt. Superleicht, sehr durchdachte Bedienung, grandiose Akkulaufzeit.  Der perfekte Begleiter für schnelle Rennen.
Mittlerweile nenn ich auch die Apex in der 42mm Version mein eigen, nutze sie sogar als Alltagsuhr. Sehr robust, mit einigen sinnvollen Features mehr und vor allem noch mehr Akkulaufzeit.

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Neben meinem „dezentralen“ Lauf-Tagebuch auf dem heimischen Rechner, protokolliere ich meine Läufe seit einigen Monaten auch auf Runalyze. Die Auswertungsmöglichkeiten sind wirklich genial, die Programmierer sind selbst gute Läufer und wissen genau was sie da bauen, die Datenschutzmöglichkeiten sind ganz in meinem Sinne und es gibts kein „Community“-Gedöns.

Mein eigenes „Community“-Gedöns findet weiterhin entweder hier im Blog oder/und im Microblog statt.

Bleibt gesund und lauft immer weiter.

Matsch im Wald

Das Jahr neigt sich dem Ende, mich zog es heute nach vielen schnellen Läufe am Rhein nochmal in den Wald um gemütlich wenigstens ein paar Höhenmeter zu sammeln. Statt Schnee haben wir hier Regen, da muss man mit kleinen Widrigkeiten rechnen. Einige Wege sind tatsächlich gesperrt, wegen Matsch. Also Matsch. Im Wald. Im Winter. Das kenne ich so nicht aus den vergangenen Jahren, vielleicht haben sich da ein paar Spaziergänger die Schuhe schmutzig gemacht. Im Wald. Im Winter.

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Natürlich interessiert diese Sperre so gut wie niemanden der sportlichen Waldbesucher, ok, ich war hier etwas langsamer, aber wen juckt das, im Winter gehört Matsch in den Wald, die Wege dürfen schwierig sein, deshalb will ich da ja hin. Schöne Abwechslung zu den Asphaltläufen.

Der Großteil der Wege ist aber nach wie vor klasse laufbar und grade beim Bergab rennen hatte ich mal wieder unfassbar Spaß. Mein Lieblingstrampelpfad hat zum Beispiel auf ca. 1,5km alles zu bieten was ich am Waldlauf mag, auf und ab, schnelle Kurven, enger Pfad, Gestrüpp im Gesicht, Matsch, umgestürzte Bäume. Unser Wald ist zwar nicht so riesig groß, hat aber wirklich einiges für Sportler zu bieten. Immer wieder toll.

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Danach ging es wie üblich weiter auf der gewohnten Strecke, immer wieder Hügel hoch, Hügel runter, Radfahrer erschrecken, andere Läufer angrinsen, mit einer Hundemeute herumtollen und im Matsch herumschlittern.
Der kleine Extraschlenker zum wilden Weihnachtsbaum musste natürlich am zweiten Weihnachtstag auch noch sein. Angeblich wird er zu Ostern auch geschmückt, das wird Anfang April natürlich überprüft.

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Nach einem sehr schnellen Bergab-Endspurt ging es die letzten 5km wieder vom Wald auf die Strasse, noch ein kleiner Abstecher durch den (viel zu vollen) Zoopark und nach fast genau 20km war ich zufrieden wieder zuhause.
Weihnachten 2020 also (mal wieder) ohne Schnee aber mit ordentlich Matsch. Wieso auch nicht.