9 Jahre Laufen

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Seit mittlerweile fast genau neun Jahren drehe ich regelmäßig meine Laufrunden.
Der Auslöser war Ende Juni 2010 eine auffällig mangelnde Ausdauer, die sich manifestierte, als ich mal schnell ein paar Etagen Treppe hochlaufen musste und dabei kläglich versagte. Bis dahin glaubte ich wirklich topfit zu sein.
Einen Tag später stand ich im Lauf-Fachgeschäft und hab nach ausführlicher Beratung ein paar Laufschuhe gekauft. Und schon abends ging es los, vorerst mit viel Mühe auf kurzen Strecken.
Bereits von Anfang an wurde jeder Kilometer notiert, mit Zeit und so, ihr kennt das. Eine GPS-Uhr folgte erst wesentlich später. Mir hat es sehr geholfen dran zu bleiben und um die zarten Fortschritte zu sehen. Es ging mir ja erstmal nur um die mangelnde Ausdauer für mehr war mein Kopf auch gar nicht bereit.
Jeder Laufanfänger weiß: die Fortschritte kommen zuerst schnell und sind motivierend, später wird es etwas mühsamer. Mein Schweinehund hat allerdings ziemlich früh aufgegeben, Laufen hat mir sehr schnell, sehr viel Spaß gemacht.

Irgendwann fingen die erste Blogversuche (eher als Tagebuch) an, zuerst mal hier mal dort, nur in kleinen Netzwerken, Anfang 2015 wurde immerweiterlaufen.de als feste "Homebase" daraus.
Ich wollte mehr ehrliche Erfahrungsberichte und Tipps von anderen Läufern lesen und vor allem Läufer kennenlernen und mich austauschen können. Dafür ist ein Blog super geeignet. Mittlerweile erfreue ich mich an vielen supernetten Kontakten die auf diesem Wege zustande gekommen sind. Allein dafür hat sich die Lauferei schon gelohnt.

Zwei Jahre später ergab sich aus purer Neugier der erste 10km Volkslauf, 2014 aus Ehrgeiz der erste Halbmarathon und dann 2015 der erste Marathon, weil ich wissen wollte ob ich das kann.
Der erste 56km Ultramarathon 2017 hat dann Grenzen und Anspruch vollkommen verschoben, beziehungsweise bereits das Training für den Ultra hat einiges in mir in Gang gesetzt, das auch heute noch nicht abgeschlossen ist.
Einfach zu laufen ist eine Sache, auf etwas hinzulaufen eine andere. 5km oder 10km kann man auch als Freizeitjogger (und das meine ich absolut positiv) recht gut hinbekommen. Für einen Halbmarathon muss man auch schon mal regelmäßiger raus, auch wenn das Wetter mistig ist.
Um Marathon in einer geplanten Zielzeit zu laufen, ist eine Portion Ehrgeiz absolute Bedingung. Na klar, die 42km kann man auch unter der Prämisse "Hauptsache ankommen" durchziehen. Diesen Anspruch hatte ich aber bereits nach dem ersten 10er schon nicht mehr. Wenn schon mitmachen, dann will ich an dem Tag auch das Beste aus mir rausholen. Ansonsten könnte ich mir das Geld und den Aufwand doch einfach sparen und meine Abendrunde entsprechend verlängern (was durchaus eine tolle Sache sein kann!).
Auf einen Ultra in der bergigen Eifel zu trainieren, das war allerdings nochmal eine andere Nummer, zumal es hier in Düsseldorf keine echten Berge zum Testen gibt. Da bleibt nur eins: laufen, laufen, laufen, danach noch mehr laufen. Und sich immer und immer wieder durch die lokalen Hügelchen quälen. Bis die Beine glühen.
Als die Marathon-Idee aufkam, hab ich mit diversen populären Plänen rumhantiert, alle namenhaften Helden und Buchautoren waren dabei. Um allerdings sehr schnell zu merken, das ist überhaupt nicht meins. Auch wenn es nun etwas ambitionierter wurde, der Spaß sollte erhalten bleiben, auf ausgefeilte Stundenpläne hatte (und habe) ich überhaupt keine Lust.
Also lief es darauf hinaus nach Körpergefühl zu trainieren, mindestens einmal die Woche einen langen Lauf durchziehen, der zum Marathon hin immer länger wurde, danach Taperingwoche einhalten und gut. Wobei sich die Definition "langer Lauf" mittlerweile auch gewaltig verschoben hat. Die Herausforderung von vor ein paar Jahren ist jetzt zum Beispiel die normale Distanz meiner gemütlichen Abendrunde.
Diese Art zu trainieren hat sich bei mir so bewährt, aber ist selbstverständlich keine Empfehlung für andere. Das alles ist logischerweise stark abhängig von Umfang und Intensität des restlichen Trainings.
Ich renne pro Woche zwischen 60 -100km in eher schnellem Tempo. Manchmal sogar mehr. Das ist mein Wohlfühl-Laufen. Genauso macht mir das Laufen Spaß. Ich möchte und muss mich beizeiten auspowern.
Wer hier regelmäßig mitliest, kennt meine Marotten.
Innerhalb dieses Umfangs baue ich dann rechtzeitig und gezielt immer wieder einige Spitzen ein, die mich auf mein nächstes Abenteuer vorbereiten. Das ist dann mein einziger Plan, ab und zu steht im Kalender sowas wie "sehr langer Lauf" oder "Langer Waldlauf" oder "Höhenmeter sammeln" als Erinnerung. Und manchmal schaue ich sogar vorher in diesen Kalender. Funktioniert, ist realistisch, passt in mein Leben, macht Spaß.
Der Ermüdungsbruch letztes Jahr, sowie der abgebrochene Marathon dieses Jahr, zeigten mir krachend dass der Körper nicht alles verzeiht. Sowas muss man nicht erleben, war am Ende dann aber für mich sehr lehrreich. Manche Fehler begeht man eben nur einmal.
Ich habe in den letzten neun Jahre auf jeden Fall extrem viel gelernt, fühle mich aber immer noch oft genug wie ein Anfänger, ein wenig Demut schadet nicht.
Ich bin Schritt für Schritt von "normalen Laufschuhen" auf minimales Schuhwerk, hauptsächlich Fivefingers, umgestiegen. Fühle mich jetzt fitter, gesünder und ausgeglichener als "damals" mit Anfang 40. Hab nicht nur, wie erhofft, meine körperliche Ausdauer verbessert, sondern auch im Kopf passiert eine Menge positives, immer noch, das ist spannend. Und nicht selten bin ich stolz wie Bolle, auf ein neues erreichtes Ziel.
In einfachen Worten: Laufen tut mir wirklich rundum gut.
… dabei wollte ich doch einfach nur meine Ausdauer verbessern 🙂

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Und weg damit

Was mich als mittlerweile routinierten Fivefingers-Läufer da heute geritten hat, weiß ich auch nicht …
Feierabend, höchste Zeit für die Abendrunde. Die roten Newtons lachten mich an und sagten: nimm uns doch heute mal mit auf die Laufrunde! Mach schon! Wir sind auch klasse! Naja, wieso eigentlich nicht?!
Und so schlüpften meine verwöhnten Füße seit längerer Zeit mal wieder in "normale Laufschuhe" (ok, diese superleichten Newtons MV3 sind harte und flache Wettkampfschuhe, also auch nicht so ganz normal), kurzes Anpassen, Nachschnüren, ab auf die Strasse. Toll, wie früher. Nee doch nicht. Passt irgendwie nicht, nochmal die Schnürsenkel nachziehen. Ein paar hundert Meter traben, na geht doch! Ok, besser nochmal die Schnürsenkel enger machen, die Ferse fluppt hinten raus. Weiter traben, super, läuft. Aber schon ungewohnt so ohne Zehenfreiheit. Und die Sohle ist dick. Und jetzt drückt es von oben. Wieso ist das eigentlich so unflexibel? Vorsicht, nicht schludern, Füße hoch. Es macht mit jedem Meter weniger Spaß. Es macht eigentlich überhaupt keinen Spaß. Ich werde langsam sauer und beginne diese Idee zu bereuen.
Egal, ging ja früher auch, also Tempo hoch und ab dafür. Bei Tempo ist ja etwas mehr Konzentration angesagt, deshalb knappe 3 Kilometer kaum Gedanken an das Schuhwerk vergeudet. Rote Ampel. Stopp. Einzelne Zehen schmerzen, fühlen sich saumäßig unwohl, eingeschnürt. Das ist nicht richtig so. Das geht so nicht.
Sch****dreck! Mir reichts mit den Schuhen.
Noch bis zur Rheinwiese. Dort Schuhe aus. Wohltat!!! Ab in die Hand damit und weiter ging es Barfuß.
Und dann sah ich sie, die Erlösung, die Entscheidung, das schönste und verheißungsvollste Stadtinventar weit und breit. Die Mülltonne! Fix die Schnürsenkel zusammengebunden und ohne groß drüber nachzudenken, weg damit. Rein in die Tonne. Entsorgt. Kapitel geschlossen.
Ein älteres Pärchen schaute erstaunt zu und plötzlich machte die Frau den Daumen hoch und lachte laut. "Schnauze voll!" rief ich lachend rüber. Die fand das mindestens so gut wie ich.
Und weiter ging es, befreit, volles Brett barfuß. Was für ein Spaß, was für ein Genuss! Mit viel Tempo und einem breiten Grinsen im Gesicht.
Wie es der Zufall wollte, war mal wieder irgendeine Laufgruppe auf den Rheinwiesen, mit einem Schuhsponsor und allem pipapo. Die sind da öfter. Diverse Schuhe anprobieren und eine Runde traben. Es geht ums Verkaufen. Völlig ok wenn man das mag. Ich bin schnell vorbei geballert und hab dafür natürlich seltsame Blicke kassiert.

Nun waren die Schuhe in der Tonne und meine Uhr zeigte nicht mal 4 Kilometer an. Ohne groß nachzudenken, hab ich mich einfach weiter auf meine übliche Strecke begeben, erst auf die andere Rheinseite, dort am Pappelwäldchen entlang, an der Kirmeswiese vorbei und über die nächste Brücke zurück auf "meine" Rheinseite, noch eine Ehrenrunde am Tonhallen-Ufer und Robert-Lehr-Ufer (super schmeichelnder Asphalt), wieder auf die Rheinwiesen und ab nach Hause. Zufrieden. Ohne Blessuren. Alles viel leichter als ich dachte.
Das wirklich erfreuliche ist meine Gesamtbilanz dieses Laufs: 16,6km – 01:13:50 (4:26 Pace) – 92er Kadenz (184 Schritte/Minute). Eher noch ein Tuck schneller als normal und trotzdem weniger anstrengend. Ok, die Strecke war auch kürzer als üblich, aber es ist offenbar noch Luft nach oben. Und ich bin ewig nicht mehr (seit 2017?) so lange am Stück barfuß gerannt.

Barfuß laufen macht wirklich riesig Spaß, aber geht leider nicht überall hier in der Stadt. Weiter draussen schon überhaupt nicht. Und bock darauf werd ich auch nicht immer haben, jetzt ist das Wetter natürlich klasse dafür und es ist hell am Abend, keine Gefahr irgendwo reinzutreten.
Üblicherweise laufe ich die letzten paar Kilometer meiner Runden fast immer barfuß, das werden dann eben ab jetzt mal mehr letzte Kilometer. Dafür hat es heute zu gut geklappt um das jetzt wieder liegen zu lassen.
Und ansonsten eben wie gewohnt mit Fivefingers. Hätte nie gedacht dass diese Teile mir mal so gut tun und so viel Spaß bringen.
Wahrscheinlich bin ich jetzt endgültig versaut für normale Laufschuhe. Gibt schlimmeres.

Allez! Allez! Olli!

Endlich war es soweit, ich konnte mein Weihnachtsgeschenk einlösen: der Start zum Halbmarathon beim sagenhaften Luxemburger Night Marathon.
So ein Halbmarathon geht ja bekanntlich immer, kniffeliger wird es, wenn man die Strecke nicht kennt, es plötzlich krachender Hochsommer ist und das Höhenprofil vorab nicht ausgiebig betrachtet wurde.
Wir waren bereits einen Tag vorher gemütlich angereist, die Stadt wollte ja auch noch etwas erkundet werden. Vorab aber erstmal mit dem Bus zum Expo-Gelände nach Kirchberg, dem zentralen Punkt für alles um den Marathon. Große Messe, Startunterlagen, Start- und Zielbereich. Alles sowas von gut organisiert und freundlich, dass ich schon einen Tag vorher restlos begeistert war.
Die Startunterlagen hatte ich schnell abgeholt (recht üppiges Paket übrigens), Wasser gab es gleich mehrfach („das Wetter…“) und dann ging es mit dem Bus wieder zurück in die Stadt um den Sommerabend in den Gassen zu geniessen.
Gestartet wird um 19 Uhr, also konnten wir noch den halben Samstag verbummeln, ich hatte mich bereits von einer Wunschzielzeit verabschiedet, es wurde heiß (über 27°C) und mir wurde während der Busfahrten das Höhenprofil der letzten 5km bewusst.
Die Shuttlebusfahrten waren super organisiert, freundliche Helfer an den Stationen und nur knappe 15 Minuten Fahrt bis zum Expogelände. Ich hatte diesmal entschieden dass der Klamottenbeutel abgegeben wird (sonst hat den meine Liebste immer mit sich rumgetragen), der Nachzielbereich ist groß und ich wollte dann schnell aus den nassen Sachen raus. Also weg mit dem Beutel und rausgeschlängelt, für die restliche Wartezeit noch ein schattiges Plätzchen suchen (nicht einfach).
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Zehn Minuten vorm Startschuss, ab in die Startbox B. Menschenmengen. Musik. Party. Hier schon unglaubliche Stimmung. Mehrfaches Ansprechen auf die Fivefingers. Nette Typen kennengelernt. Sprachendurcheinander. Angeblich insgesamt 16.000 Läufer am Start, Staffeln, HM (ca. 6.700) und Marathon (ca. 1.330). Das ist fett.
Gemeinsames Runterzählen, Startschuss, Konfettikanone, kurzes anlaufen, dann wieder gehen, noch 50 Meter bis zur Linie. Um über die Startlinie zu kommen brauchte ich ewige 1:18 Minuten, und das aus Startblock B… wie es wohl den Kollegen aus den hinteren Blöcken ging?!
Dann aber los, ab gings nach ganz kurzem Anstieg erstmal runter, in meiner normalen Pace. Sehr erfreulich, nach bereits 1km war eine Verpflegungsstation aufgebaut, toll für mich und viele andere, grade kurz nach dem Start ist mein Rachen oft völlig trocken (Aufregung blabla). Ein Schluck Wasser geschnappt, den Rest überm Kopf, nicht stoppen, laufen.
Die Strecke ist anfangs nicht besonders schön, es geht durch Kirchberg, Bürotürme, kleine Siedlungen, aber trotzdem waren hier schon großartige Stimmungs-Hotspots. Bei dem Wetter wollte einfach jeder draussen feiern. Das pusht und macht brutal Spaß.
Anfangs hab ich mich gefreut dass ständig alle meinen Namen riefen, bis mir klar wurde, die rufen Allez! Allez! nicht Olli! Olli! Kleiner Lachanfall und weiter.
Unterwegs hab ich tatsächlich fast jede Wasserstelle für einen kleinen Schluck Wasser genutzt und vor allem jede Dusche, einfach reinlaufen, erfrischen und freuen, bei diesen Temperaturen der pure Genuss.
In Kirchberg war ja schon ordentlich Partystimmung, aber was dann in der Stadt los war, damit hab ich nicht gerechnet. Einfach gesagt: die Luxemburger, die können feiern!
An der kompletten Strecke jubelnde, anfeuernde Menschenmassen, Musik, gute Laune, unfassbar! In der Stadt wurde es verwinkelt, harte Kurven, kleine Passagen, frische Luft im Park, dann der Lauf auf den Place Guillaume II, ein Hexenkessel, hier trennen sich bei ca. km15 die Halbmarathonis von den Marathonläufern, nochmal kurz durch die Gassen und dann wieder zurück über die Pont Grand-Duchesse Charlotte aufwärts nach Kirchberg.
Die gesamte Strecke ab der Brücke geht es aufwärts, absolut keine Gnade auf den letzten 5km, ehrlich gesagt bin ich dieses Teilstück fast am Limit gelaufen und hab dann einen Gang zurückgeschaltet. Das war gut so, erst knappe 200 Meter vorm Ziel geht es wieder bergab, plötzlich läufst du volles Brett in die Messehalle, helles Licht, Musik, Party, Gogogirls, jubelnde Menschen, eine Kurve noch und zack! im Ziel! Ich stoppe glücklich, mir wird sofort kotzschlecht, besser noch etwas weitertraben, der großzügige Nachzielbereich hat Platz für sowas. Da gab es übrigens sogar Kotztüten, ich hab mir eine gegriffen. Merke für das nächste mal: auf den großen Teller Fritten vor dem Lauf unbedingt verzichten.
Eine Medaille gab es natürlich auch und ein echt fettes Angebot an Leckereien. Mit dem Hunger das hielt sich etwas in Grenzen, aber gute zwei Liter Iso und Wasser hab ich mir fast auf Ex gegeben.
Dann schnell den Kleiderbeutel holen (und das ging wirklich schnell, trotz der Menge), zur Dusche, umziehen, raus aus dem exklusiven Läuferbereich und endlich von der Liebsten bejubelt werden.
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Die Heimfahrt zum Hotel ging auch völlig problemlos, der Shuttleservice, so wie alles andere auch, war perfekt organisiert.
In der Stadt angekommen konnten wir sogar noch etliche Marathonläufer anfeuern, ich war aber echt froh dann bald im Hotelzimmer zu sein.

Alles in allem ein zum Schluss anstrengender aber superklasse Halbmarathon!
Die Marathonläufer sind allerdings wirklich die Helden, bei diesem Wetter 42km kreuz und quer durch die Stadt, das ist kein Zuckerschlecken. Besonders wenn ich an die letzten paar Kilometer denke.

Meine Zielzeit netto 01:39:13, Platz 355 (22 in AK M50), voll zufrieden.
Bestzeiten kann ich woanders laufen, das hier war ein Partylauf unter besonderen Bedingungen 🙂

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Status Update Parkrun

Der Parkrun findet wöchentlich statt und ich war heute (erst) zum zweiten mal dabei. Und nein, es wird hier jetzt nicht jedesmal einen Bericht geben.
Heute allerdings verkünde ich stolz: nachdem ich es noch nie unter 20 Minuten geschafft hatte, ist meine 5km-Bestzeit endlich geknackt, ich bin mit 19:16 Minuten durchs Ziel gerannt. Große Freude 🙂
Wir waren heute wieder nur 20 Läufer, darunter immerhin ein bekanntes Gesicht, der Sieger vom ersten Düsseldorfer Parkrun. „Startschuss“ und die erste Runde ging mir sehr flott von den Fivefingers. Irgendwann hab ich sogar mal einige Zeit geführt (das gabs noch nie bei mir), dann schloss langsam aber sicher ein anderer Kollege auf. Wir haben uns eine Zeitlang gegenseitig gezogen, aber auf die letzten 500m musste ich ihn ziehen lassen, einfach zu schnell der Kerl und ein absolut verdienter Sieger (aus Australien übrigens).
Im Ziel war ich selber überrascht über meine Zeit, am Vorabend hatte ich noch einen schnellen 18k Lauf gemacht und wirklich nicht damit gerechnet am folgenden Samstagmorgen irgendwas zu reissen.
Jedenfalls war es wieder ein großer Spaß in sehr freundlicher Atmosphäre. Wer Parkrun in der Nähe hat, sollte da echt mal mitmachen, es lohnt sich!
Und vielen vielen Dank an die Helfer, ohne ginge es nicht!
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Meinen An- und Abreiseplan hab ich auch schon optimiert, hin ging es wieder mit der S-Bahn, aber zurück bin ich gelaufen. Eine wider Erwarten dann doch recht angenehme Strecke, zuerst zum Rhein, dort hab ich voller „Schrecken“ bemerkt dass dieses Wochenende Japan-Tag ist, die Rheinuferpromenade war bereits nicht mehr lauffähig, zu viele verkleidete Manga-Fans unterwegs.
Also einen Extraschlenker über die Brücke auf die andere Rheinseite und dann über die nächste Brücke wieder zurück. Das war am Ende gut so, auf diesem Weg wurde an meinen schnellen 5km-Parkrun noch ein gemütlicher 10er drangehängt.
Ein gelungener Samstagmorgen 🙂

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Kopf frei laufen

Ein paar arbeitsfreie Tage, dazu kaum andere Verpflichtungen und fertig ist das kleine Rezept um ein paar Kilometer mehr als sonst zu rennen.
Die letzte Woche konnte ich meine freie Zeit also nutzen und war fast täglich laufend unterwegs, wollte einfach mal wissen wie es um meine Ausdauer so steht, hatte Lust andere Strecken zu laufen, musste dringend den Kopf freibekommen und mich auch einfach mal ein wenig auspowern.
Das Wetter war passend, nicht zu warm nicht zu kalt, alles perfekt. Angefangen mit einem 27km Lauf wurde es die Tage darauf geringfügig kürzer, aber am Ende war die Woche mit 110km gefüllt, das hatte ich schon ewig nicht mehr geschafft.
Ich geb zu dass am Freitag dann auf den letzten paar Kilometern ein wenig die Luft raus war, aber so war ja der Plan.

Meinen Rückweg bin ich oft in der Altstadt am Rheinufer entlang gelaufen, am Wochenende ist dort flüssiges Laufen völlig unmöglich, viel zu voll, also einfach mal den Alltag ausnutzen.
Bei meiner heutigen Sonntags-Runde sah es dort zum Beispiel so aus (bin dann großzügig drum herum gelaufen):
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Aber vorher ging es gemütlich auf der anderen Rheinseite unter anderem über die Kirmeswiese, auf der zur Zeit nur Schafe weiden:
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Wegen des enorm schwül-warmen Wetters hab ich es heute bei knappen 18km belassen und war sehr glücklich über die kleinen neuen Trinkbrunnen:
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Eine schöne "aufgeräumte" Woche war das, ich bin wieder auf Spur.

Jüchtlauf

Seit Juni 2010 laufe ich regelmäßig. Anfangs einfach nur so, aber irgendwann kam die Idee mal an einem Volkslauf teilzunehmen. 2012 hab ich mich dann also auf meinen ersten offiziellen Wettkampf gewagt, das war der Jüchtlauf in Düsseldorfs Süden. Aufgeregt bis in die Haarspitzen, keine Ahnung von minimaler Planung und natürlich hochmotiviert. Nach dem erfolgreichen Finish ging nichts mehr, ich war wirklich fix und fertig, dazu gibts auch noch ein schönes Foto 🙂
Seitdem bin ich den Jüchtlauf leider nicht wieder gelaufen, hatte sich einfach nie ergeben, immer ist was dazwischen gekommen.
Aber nicht so dieses Jahr.
Kurzfristig angemeldet ging es heute bei tollem Wetter auf die schöne schnelle Strecke. Nach einer launigen Ansprache und dem gemeinsamen Countdown runterzählen, startet der Lauf zuerst kurvenreich durch das beschauliche Himmelgeist, danach gehts durch Wiesen und Weiden, kurz am Rhein entlang, zurück durch Itter, noch eine kleine Schlaufe wieder in Himmelgeist und plötzlich ist das Ziel da.
Teilweise bin ich auf der zweiten Hälfte der Strecke ziemlich alleine gelaufen, immer den Sub40 Raketen hinterher, hab aber die 39 mal wieder knapp verfehlt. Finish mit netto 40:50 Minuten, um knapp einer Sekunde an meiner bisherigen PB vorbei geschrammt, es gibt wahrlich schlimmeres.
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Dieses Jahr waren 220 Finisher dabei, ich auf Platz 23, dritter meiner AK.
Der Plan war überhaupt nicht besonders schnell zu laufen, sondern mehr der Spaß mal wieder an einem sympathischen kleinen Volkslauf teilzunehmen, die Strecke lädt allerdings ein ab und zu auf die Tube zu drücken. Zum Ende hin haben sich dann die fast 90 Wochenkilometer bemerkbar gemacht und ich hab etwas Tempo rausgenommen. Wer nie richtiges Tempotraining macht, muss halt auch mal improvisieren.
Neben dem 10km Rennen gibt es natürlich noch 5km, Bambini und Staffellauf, alles überschaubar, sehr freundlich und toll organisiert. Und dafür kann man als Teilnehmer überhaupt nicht genug danken, die Orga vor Ort war klasse und unkompliziert. Und wie beim jährlichen Halbmarathon in Himmelgeist (der zu meinen Lieblingsläufen gehört) scheint das halbe Dorf an der tagesfüllenden Veranstaltung irgendwie teilzunehmen. Da keinen Spaß zu haben, ist fast unmöglich.
Erstaunt war ich übrigens über das hohe Leistungsniveau, teilweise mit bekannten Gesichtern (hallo Thomas!), aber auch viele Vereinsläufer mit echt viel Tempo. Ausserdem war endlich mal ein weiterer Fivefingers-Läufer dabei, der sogar auch noch sein Volkslauf Debüt hatte. Geht doch 🙂

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Uuuuuund im Ziel.

Laufen im Stadtpark

Seit heute (dem 04.05.) gibt es auch in Düsseldorf einen Parkrun. Irgendwann hatte ich darüber mal was gelesen, aber das ganze schnell unter "zu kurz, interessiert mich nicht" abgelegt. Parkrun ist in England entstanden und mittlerweile weltweit verbreitet. Organisiert werden ungezwungene, kostenlose, wöchentliche 5km-Läufe im Stadtpark (oder ähnliches), getragen von freiwilligen Helfern und viel Enthusiasmus. Jeder kann mitmachen, es geht nicht zwingend ums schnelle Laufen, sondern ums Laufen überhaupt, "5km sind 5km" ist die Devise. Also wer Tempo machen möchte, ab dafür, wer einfach nur gemütlich traben möchte, auch sehr gerne.
Zufällig bin ich die letzten Tage über den neuen Standort in meiner Stadt gestolpert und fand es dann spontan doch eine gute Idee beim ersten Lauf mit dabei zu sein. Wie ihr wisst, hab ich es ja sonst nicht so mit Laufgruppen, aber ein wenig Sozialisierung kann mir wirklich nicht schaden.
Also hab ich mich online registriert, den notwendigen kleinen Barcode ausgedruckt und mich heute früh um halb neun bei frostigen 3°C auf den Weg in den hiesigen Volksgarten gemacht (ziemlich bekannt durch seine vielen Uhren am Eingang).
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Neben den gut gelaunten Helfern hatten sich immerhin noch 21 andere Läufer eingefunden, teilweise aus anderen Städten, die Begrüßung und das ganze drumherum war jedenfalls von Anfang an superfreundlich und locker.
Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung zur Strecke sowie der Zeitnahme (auf deutsch und englisch) ging es dann auch fix los. Alle an die Startlinie, rückwärts zählen und losballern. Mir wurde langsam kalt, also schnell warm laufen, direkt an den führenden Läufer geheftet, der wiederum an dem vorausfahrenden Radfahrer hing. Über die gesamte kurvenreiche Strecke waren wir dann zusammen mit einem dritten jungen Läufer der mir permanent im Nacken saß, ein tolles und fixes Trio. Gelaufen werden zwei 2,5km Runden, die sind aber eben auch schnell vorbei.
Im Ziel angekommen, bekommt man eine kleine Plastik-Karte mit Barcode (Token) in die Hand gedrückt, der wird dann zusammen mit dem eigenen mitgebrachten Barcode eingescannt und voilá, die Zielzeit ist hinterlegt.
Ich hab den Führenden nicht mehr einholen können und bin mit 20:04 Minuten als Zweiter durchs Ziel gelaufen, ein paar Sekunden später kam dann auch der Dritte aus unserem Trio an. Wir drei waren dann aber auch die mit Abstand schnellsten, erst nach knappen vier Minuten kamen die nächsten Läufer unter viel Applaus angerannt. Überhaupt wurde viel applaudiert, allein schon weil es um nichts geht und trotzdem alles toll organisiert ist.
Nach dem Lauf sind wir dann auch ein wenig ins Gespräch gekommen, der Sieger hatte "Heimvorteil", kennt jeden Kiesel auf der Strecke, der Dritte im Bunde war aus Bonn angereist, zwei Läufer sind einfach so mitgelaufen (da hatte was mit der Registrierung nicht geklappt), die üblichen Fragen nach den Fivefingers wurden gestellt, danach gab es noch einige Fotos und dann löste sich langsam alles auf.
Tatsächlich hatte ich wirklich viel Spaß bei der Veranstaltung und sogar auf einer kurzen Strecke. Nachdem ich nun eh registriert bin, spricht ja nichts dagegen ab und zu mal den Samstagmorgen im Volksgarten mit anderen laufenden Menschen zu verbringen. Keine Vereinsmeierei, einfach nach Laune treffen und laufen, sowas passt mir.
Der Volkspark ist auch nicht so irre weit weg, diesmal bin ich zwar mit der Bahn gefahren, aber Hin- und Rückweg könnten auch gelaufen werden (ist nur keine schöne Strecke) und so würden aus 5km fast zwanzig werden.
Und ja, auch dieses Foto musste noch drin sein:
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… und dann war ich raus

Um es kurz zu machen: heute war Düsseldorf Marathon, ich bin bei km23 ausgestiegen.
Mein erster DNF, wer hätte das gedacht…

Wie konnte das passieren?
Recht einfach. 14 Tage vorher kein einziges mal gelaufen, wegen hartnäckiger Nebenhöhlenentzündung und echt heftigem Reizhusten. Nebenbei noch in der Weltgeschichte rumgeflogen und die Sache nicht annähernd vernünftig auskuriert.
Zwei Wochen krank sind aber scheinbar keine zwei Wochen Tapering (was ich mir tapfer eingeredet hatte).
Trotzdem an den Start, das Wetter war sogar besser als vorausgesagt und mir ging es tatsächlich so richtig gut, hochmotiviert wie immer.
Ich bin zügig gestartet, konnte meine Pace wunderbar halten, die ersten 15km waren wirklich Routine und Genuss.
Bei km18 fiel mir auf dass ich viel langsamer laufe als geplant, also Tempo machen. Ging aber nicht, ständig zogen Läufer an mir vorbei die weit hinter mir sein sollten. Schnell das Notfall-Gel rausgekramt und weggeschlürft. Null Wirkung, die Pace wurde immer mieser. Zwischenzeitlich wurde ich vom 3:30h Pacer überholt und konnte das gar nicht glauben, meine Wunschzielzeit war mit 3:14h geplant…
Bei km23 dann schließlich der totale Abriss, nichts ging mehr, zwei Minuten Gehtempo und der sehr schnelle Entschluss: aufhören. Jetzt. Keine Experimente.
Normalerweise laufe ich diese 20er Distanzen „auf der linken Arschbacke“, mental war das also überhaupt kein Thema, aber körperlich. Die Kraft war weg, null Energie mehr. Die Rache der Erkältung war da und die Vernunft musste hier siegen.
Also Laufuhr gestoppt, die eh besorgte Liebste angerufen, Treffpunkt ausgemacht, nach Hause geradelt und ein heisses Bad genossen.
Und wisst ihr was? Es geht mir einfach nur gut mit dieser Entscheidung. Gesundheit geht vor, ganz einfach.
So früh so derbe einzubrechen, da gibts keine inneren Diskussionen. Vielleicht war es sogar unvernünftig überhaupt zu starten, aber es ging mir (vermeintlich) gut, das war allerdings ein Trugschluss. Punkt.
Jetzt erstmal ausruhen, auskurieren und dann auf zu neuen Abenteuern.
Und schon wieder hab ich mit Düsseldorf eine Rechnung offen …

Lange Läufe – Langweilig?

Immer wieder lese und höre ich, wie langweilig die langen Trainingsläufe angeblich sind. Also die Dinger über 25km.
Wieso langweilig? Weil die Dauerunterhaltung fehlt? Weil man mal 2-3 Stunden mit sich selbst beschäftigt ist?
Am Ende muss das natürlich jeder mit sich selbst ausmachen, wie immer schreibe ich hier nur aus meiner Sicht. Aber langweilen sollten sich passionierte Läufer/innen auf der langen Strecke doch eigentlich niemals.
Für mich gilt nach wie vor: ich liebe diese Läufe! Aus genau diesen beiden Gründen: ich bin mit mir selbst beschäftigt und schalte das tagtägliche Grundrauschen unserer schnellen Gesellschaft einfach ab.
Lange Strecken zu laufen heißt für mich, fokussieren der Gedanken, sortieren und aufräumen. Nur Atmung und Laufrhythmus.
Ablenkung durch Musik oder Hörbuch oder irgendwelchen Smartphone-Apps kann ich da überhaupt nicht gebrauchen. Es ist einfach ein Genuss völlig alleine, mit Wind um die Ohren, meine Strecke zu laufen.
Selbst wenn es mal richtig anstrengend wird, bleibt eine gewisse Art der Entspannung. Entschleunigung. Wie gesagt, ich rede hier von langen Trainingsläufen, nicht von irgendwelchen durchgeknallten Wettbewerben (wobei auch die als Minimum einen gewissen Spaßfaktor haben sollten).
Welches Tempo auf den langen Strecken gemacht wird, ist für mich unwichtig, je länger die Strecke, desto weniger schaue ich auf die Uhr. Energie einteilen, ausdauernder werden, das kommt weniger aus einem Plan, sondern Stück für Stück von selbst. Der Körper lernt scheinbar mit der Ausdaueranforderung umzugehen. Und wird ausdauernder.
Ich fühle mich wohl damit.

Gestern war wieder so ein Lauf dran. Bei recht frischen Temperaturen ging es rund um den Flughafen. Fängt an wie meine Rheinrunde, aber statt über den Rhein zu laufen, gehts nach rechts, zum Rollfeld. Ab dort wird es ist eine flache, teilweise sehr eintönige Strecke, die mir trotzdem großen Spaß macht, da ich wunderbar abschalten kann. Alleine 8km gehen stoisch am Zaun des Flughafens entlang, das ist manchmal etwas surreal. Anschließend wieder zurück in das Stadtgebiet, meine Laufstrecke ist allerdings mehr dörflich und ziemlich ruhig. Die letzten Kilometer am Kittelbach, zwischen Bahnstrasse und Kleingärten, danach dann ratzfatz nochmal Tempo und fertig.
Nach 31km und 2:24h war ich wieder zuhause, hatte mich keinen Meter gelangweilt, aber mittlerweile ziemlich hungrig!
In diesem Sinne: immer weiter laufen.

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… noch kein Zaun.

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Zaun.

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Immer weiter am Rollfeld entlang.

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Manche nennen sowas öde, ich nenne es entspannend.

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Doppelt nervös und was dabei rauskommt

Da war er also endlich, mein erster Wettkampf nach fast einem Jahr, ein 10er. Aber vor allem: der erste offizielle Lauf seit meinem Fußbruch. Also so eine Art Check, ob ich in den letzten Wochen alles einigermaßen richtig gemacht hab.
Zum sechsten mal war ich beim Düsseldorfer Brückenlauf am Start, 10 schnelle Kilometer als 5km Doppelrunde, über zwei Rheinbrücken und ansonsten mehr oder weniger immer schön am Rhein entlang. Start und Ziel auf dem Burgplatz in der Altstadt. Wie jedes Jahr toll organisiert, das volle Programm mit mehreren Distanzen und Familiengedöns, obwohl dadurch schon eher ein Großereignis, bleibt es trotzdem übersichtlich und sympathisch. Und ein superklasse Wetter dazu! 20°C, blauer Himmel und der übliche leicht zu starke Wind, der die vier Brückenüberquerung immer etwas anstrengend macht.
Ich bin ja immer noch ordentlich nervös vor solchen Veranstaltungen, dieses Jahr doppelt. Vor vier Jahren führte das dazu, dass ich beim Start meine Uhr nicht eingeschaltet hatte. Dieses mal hab ich noch einen drauf gesetzt und die Uhr einfach zuhause vergessen!
Eine echte Meisterleistung.
Kurz überlegt, wir waren früh da, nochmal nach Hause radeln und Uhr holen? Oder scheiss drauf?! Es wurde zweiteres. Die Zeit wird ja eh über den Chip genommen, also das Rennen diesmal ohne eigene Uhr durchziehen. Man kann ja nur dazu lernen.
Im Startblock war ich dann immerhin endlich mal selbstbewusst genug um mich in die vorderen Reihen einzusortieren. Die letzten Jahre gab es jedesmal nervige Überholmanöver um die Genussläufer herum, weil ich zu weit hinten stand, da hatte ich einfach keine Lust mehr drauf.
Teilweise skeptische Blicke der Kollegen auf meine (neuen) knallgelben Fivefingers, Konzentration auf meiner Seite, runterzählen, Schuss und los ging es.
Die Strecke sehr gut bekannt, aber keine Uhr dabei, das war dann doch ungewohnt. Nach 3km musste ich es einfach wissen und hab einfach einen anderen Läufer, der etwa mein Tempo lief, nach der Zeit gefragt. Und der war ein echter Glücksfall. Lukas war so freundlich und hat mir anschließend während der ersten Runde öfter einfach von sich aus die Zeit zugerufen, er hat sozusagen einfach mal den Pacer für mich gemacht. Große klasse und nochmal vielen Dank dafür! Irgendwann war er dann weg, weil schneller als ich, aber mein Tempo war da, ich konnte mich gut einschätzen und bin weitergerannt.
Bei km8 kam dann doch ein leichtes Schwächeln auf, schnelles Tempo und dazu dieses Wetter, der schnelle Start, das rächte sich dann am Ende ein wenig.
Aber wie das so ist, den Zielbogen im Blick, das Publikum pusht, den Typ in Rot vor mir wollte ich noch einholen (hab ich auch), am Ende sind plötzlich immer noch Körner über, den letzten Kilometer bin ich regelrecht gesprintet.
Durchs Ziel mit 40:49 Minuten. Also immer noch keine Sub40, trotzdem mein bester 10er bisher.

14ter in der Gesamtwertung (erster in AK M50), von 622 Finishern.
Spekuliert hatte ich, bedingt durch die Vorgeschichte auf bestenfalls 42 Minuten, von daher … yeah!
Voll zufrieden!

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Schnelles Einsortieren gleich nach dem Start.

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Schluss-Sprint, noch ca. 100 Meter.

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So sieht ein sehr zufriedener Finisher aus 🙂