Nach dem Urlaub gehts wieder richtig los. So dachte ich mir das jedenfalls.
Grade nachdem die Hamstrings Sache erledigt war und ich mir vorgenommen hatte im Januar wieder ordentlich in meine Laufroutine zu kommen, kam aber leider direkt der nächste Laufpausen-Hammer.
Nach einer kurzen geplanten „Frisches-Tattoo-Laufpause“ (ich warte immer so 3-4 Tage) hatte sich bereits im Hintergrund eine leise aber lästige Erkältung angeschlichen. Sowas wird ja gerne ignoriert, ein kleiner Infekt verschwindet ja auch gern wieder unauffällig. Dieser hier schlug dann aber leider voll zu und hat mich weitere 14 Tage völlig aus dem Tritt gebracht.
Damit was der halbe Februar erledigt. Und die Kondition war sogar mehr als erledigt, die war ganz einfach tief im Keller. Das mag ich ja überhaupt nicht.
Meine Grundkondition ist mehr als nur Laufen, das ist dieses im Alltag mit sich selbst wohlfühlen, einen motivierten Kopf haben, Körper und Geist im Einklang haben. Ich brauche das.
Nun gut, zwei Wochen röcheln, husten, schnupfen, irgendwann wirds dann halt besser, ich bin vernünftig genug mir dann noch ein paar Tage Ruhe zu gönnen. Also mal wieder lange Hunderunden statt zu laufen. Frische Luft immerhin.

Meinen ersten ruhigen Lauf wagte ich dann am Rosenmontag (im Regen) und der war erwartungsgemäß arg mühsam, hat den Puls immer wieder in Bereiche über 160 getrieben, sowas kenn ich von mir nicht. Frustig.
Also dranbleiben, durchziehen, ich möchte meinen Spaß und die Leichtigkeit beim Laufen zurück. Zähe Lauftage folgten.
Jeder Versuch zumindest auf einen Kilometer mal wieder etwas Tempo zu machen (also in die Nähe einer 4:30er Pace zu kommen) klappte vorerst überhaupt nicht.
Schön war allerdings, dass die Kälte sich endlich mal verzogen hatte, am 27.02 konnte ich bei 20°C endlich mal durchatmen und bemerkte dass ich das Tal des Elends durchschritten (durchlaufen?) hatte. Sehr gut. Jaja, das waren nur zwei Wochen, aber zwei lange Wochen. Ungeplant, nervig, belastend.

Für den 01.03. schließlich hatte ich mir die Halbmarathon Distanz als Test gesetzt, aber eher „gemütlich“, keine Tempo-Spinnereien. Also zuerst zum Frühstück bei Schwiegerfamilie nach Haan fahren und danach zurück laufen. Hab ich schon öfter gemacht, es gibt ein paar Routen-Möglichkeiten. Das fiese Auf und Ab im Neandertal wollte ich mir sparen, also gings auf die „Unterbacher-Route“. Die Strecke ist toll zu laufen, da es eigentlich nur bergab geht und überwiegend wirklich sehr schön ist. Teils singletrailig, durch Bachtäler, Felder und Wald, aber zum Schluß natürlich wieder Asphalt. Und weil ich so oft auf den Auslöser der Actioncam gedrückt hab, bot es sich an einen kleinen Clip zu basteln:
Lustigerweise war ich fast exakt ein Jahr vorher auf der gleichen Strecke unterwegs und hatte da auch schonmal gefilmt, das hatte ich überhaupt nicht mehr so richtig auf dem Schirm 🙂 Nunja, jetzt gibts halt zwei Versionen.
Danach ein Tag Pause und die folgende Abendrunde war endlich der „Durchatmer“. Es ging wieder was, gleich dreimal locker unter 4:30, HF völlig ok, auch sonst war im „Maschinenraum“ alles bestens. Ich habs bewusst bei 12km gelassen, auspowern kann ich mich die nächsten Wochen.
Im Kopf hat sich jedenfalls was getan, die mentale Bremse ist wieder weg. Sehr wichtig.
Und da dieser Monat sich offenbar anschickt eher warm und trocken zu bleiben, bleibe ich guter Dinge und werde jetzt wieder routiniert mein Ding machen und hoffe bis zum Düsseldorf Marathon wieder so fit wie letztes Jahr zu sein.
Immer ist irgendwas. Und immer gehts auch irgendwie weiter 🙂










Momentan haben echt viele mit Erkältung und Co. zu kämpfen. Mein HRV ist auch nicht da, wo er hingehört und ab und zu kommt ein Hüsteln zum Vorschein. Ich betrachte das mal, auch im Hinblick auf das forgeschrittene Alter, als normal. ^^
Ich freue mich jedenfalls, hier mal wieder einen Wettkampfbericht zu lesen. Und wenn es erst der Düsseldorf Marathon ist. 😉
Irgendwann geht’s dann aber wieder ab in die Natur, oder?
Typisch Winterende eben, wenn ein Infekt erstmal loslegt, dann gehts um. Das müsste man besser planen können 😉
Fortgeschrittenes Alter?! Ganz vorsichtig junger Freund!
Ohja, ich freue mich auf so einige Teilnahmen dieses Jahr, aber Düsseldorf dürfte der erste Rennbericht werden.
In die Natur gehts ja immer mal wieder, ich wohne so, dass ich nach ca. 3km im Wald oder am Rhein bin, hab also oft „Mixed-Routen“. Aber weit weg von dem was du als Natur vor der Tür hast.
Das „fortgeschrittene Alter“ war doch nur auf MICH bezogen! 😉
🤝 na ok 😉
Lieber Oliver,
ahhh, da ging aber doch dies und das bei dir im Februar! Und wenn ich mir deine Pace anschaue, hüstel, die sieht doch gut aus!
Dein Fazit trifft es, immer ist irgendwas, aber irgendwie gehts weiter!
Dein Video ist richtig gut motivierend, sehr schöne Strecke. Kann es sein, dass der kleine Platz in der Schlusssequenz der ist, woe du schonmal Runden für ein Projekt gedreht hast, Wings for Life vielleicht? Und wenn dir dann noch richtig Herausforderung ist, kannst du diese Route ja in der Gegenrichtung laufen 😉
Haan, da war ich neulich, und in Gruiten. Schöne Gegend 🙂
Also, auf einen laufstarken März!
Liebe Grüße, Elke
Die zweite Februarhälfte war mentales auffangen und Kondition wieder herstellen. Das war diesmal deshalb so anstrengend, weil ich eben irgendwie seit Oktober nicht mehr so richtig in Gang gekommen bin. Hauptsächlich mental muss ich gestehen. Aber aktuell siehts gut aus 🙂
Korrekt, der letzte Kilometer im Video ist ein relativ neuer Park bzw sogar ein komplettes Stadtviertel (der ehemalige Güterbahnhof), da drehe ich gerne meine „stumpfen Runden“ und auch den Wings for Life. Lustig das mit der Gegenrichtung, fast alle anderen laufen so, nur ich nicht. Ich mach das mal demnächst, völlig verrückt!
Von Haan aus ist man ratzfatz im Neandertal, eh immer ein Besuch wert, aber dort kann man zb auch wunderbar Berglaufen trainieren. Das nächste mal werde ich mal wieder diese, wesentlich mühsamere, Route wählen. Premium ist (auch schon ein paarmal gemacht) die Route von Ddorf nach Haan zu laufen. Nur bergauf. Da brennen die Waden irgendwann
Der März beginnt sehr gut! Danke!
Lieber Oliver,
als Laie könnte man von außen sagen, daß sind doch nur ein paar Sekunden Unterschied! Aber ich weiß aus Erinnerung noch sehr gut, was das für himmelweite Differenzen sein können. Was war das für ein Geknorze, wenn man bei einem Tempodauerlauf mal nicht die 15 km in der Stunde drauf hatte. 😛 Meist setzt das, was sich im Kopf abspielt, dem ganzen noch ’ne Krone auf.
Schön ist, dass es jetzt bei dir wieder aufwärts geht! Der Plan, auch bzgl. der Streckenlängen schrittweise vorzugehen, hört sich ebenfalls gut an! So richtig Geduld brauchst du in meinem Alter, wenn du manchmal Wochen, oder sogar Monate brauchst, um dich für bestimmte Ziele fit zu machen. Da fängt man aus der Erfahrung heraus entsprechend früh an! 😆
Bleib dran und viel Spaß beim Aufbauen deiner Kondition, ist ja die richtige Jahreszeit dafür!
Liebe Grüße Manfred
Genau, du kennst das Manfred, es sind nur ein paar Sekunden pro Kilometer, aber die zurückzuholen ist extrem mühsam. Und der Kopf schreit dich die ganze Zeit an „zu anstrengend!!“ Wir wissen das alles, aber es ist eben tatsächlich anstregend, bis sich dann endlich der Knoten löst. Mir fehlte etwas die Kraft in den Beinen, aber die kommt grade zurück. Das ist auch nicht zu unterschätzen.
Aber ich bin sehr zuversichtlich, es läuft wieder bei mir 🙂
Lieber Oliver,
ach je, so einen Infekt am Winterende braucht ja keiner… Aber gut zu lesen, dass du es geschafft hast, dich wieder zurück zur Lauffreude durchzukämpfen!
Das Video hab ich auf YT schon entdeckt und mich schon gefragt, ob da ein Blogbeitrag dazu folgen wird. 😉 Die Strecke sieht richtig schön und abwechslungsreich aus!
Kann man sich nicht wirklich aussuchen sowas, zumal ich echt nicht weiß wo das herkam. Egal, Haken dran, hier gehts weiter.
Die Strecke ist wirklich sehr schön, irgendwann gehts halt ins Stadtgebiet, aber bis dahin kann ich mir fast aussuchen durch wieviel Grün ich laufen möchte 🙂
Aaah, Oliver! Irgendwie tauchen deine Posts bei mir nicht mehr im Feed auf. Und dann sehe ich zufällig bei Elke, dass du einen neuen Beitrag hast. Wunderbar, deine neue Nachrichten hier zu lesen!
Ich glaube auch, dass der mentale Aspekt beim Laufen enorm wichtig ist. Körper, Kopf und Motivation müssen zusammenpassen. Schön zu sehen, dass sich alles nach der Zwangspause wieder eingependelt hat und dass du dich aus dem „Tal des Elends“ gekämpft hast. Drei lockere Kilometer unter 4:30 sind ein ziemlich klares Zeichen!
Der Clip ist sehr cool, besonders der Übergang von der Natur ins Urbanere. Eine schöne Strecke!
Und jetzt, Schritt für Schritt Richtung Düsseldorfer Marathon!
Du brauchst einen anständigen Feedreader 😉
Ohne Kopf läuft der Körper nicht. Normalerweise hab ich da kaum Probleme mit, aber dieses Auf und Ab seit Herbst hatte da wohl einiges blockiert. Auch wenn ich mir jetzt noch nicht vorstellen kann den Ddorf Marathon so souverän wie letztes Jahr durchzuziehen, wird es schon irgendwie klappen.
Wenn ich die Neandertalroute mal wieder laufe, werd ich davon auch mal ein Video machen. Da zeigt das Bergische Land was es drauf hat 🙂
Danke!
Ach ja, c’est la vie, sagt der Franzose. Ich denke, jedem von uns hat Derartiges schon ereilt, und – jetzt kommt das Gute – es ist dann immer gut geworden – so wie jetzt bei dir ! Etwas mühsam, aber die Sonne scheint am Horizont.
Der Frühling trägt auch dazu bei, und alles ist wieder gut. Jetzt kannst du dich auf den Düsseldorf Marathon bestens vorbereiten. Der Körper ist bereit, der Kopf auch (wichtig !!!), und dann ran an die Bouletten !!
Vielleicht auch mal langsamere, lange Läufe einflechten, schaden kann es nicht !!
Viel Glück !
Wenn man erstmal aus dem Tal raus ist, dann war alles auch überhaupt nicht so schlimm 😉 So eine Erkältung nervt halt einfach, besonders wenn man, so wie ich im Februar, grundsätzlich eh ein wenig angeschlagen ist. Aber ich bin durch mit allem, es läuft wieder, sowohl Kopf als auch Körper.
Langsame Läufe fallen mir schwer (und ich hab wenig Lust dazu), aber auch dafür gibts einen Plan, zumindest ab und zu mal ruhiger zu traben (in Gesellschaft).
Danke!
Coole Kurven, die du da angezeigt bekommst! Welche Plattform ist das?
Und danke für die Mitnahme auf eine nostalgische Reise in mein altes Laufrevier!
Mögen die Kurven weiterhin steigen!
Danke und gerne 🙂 Die Kurve ist aktuell wieder etwas zickig, das Frühjahr ist durchaus zäh diesmal. Diese schönen einfachen bunten Kurve bietet mir das Coros „Trainings-Hub“, gehört also zur Uhr. Als Trainingstool nutze ich das nicht (weil keine Trainingspläne), aber so als Trend kann man da schnell viel erkennen.
Ich hab übrigens grade gestern noch ein kleines Video deines alten Laufreviers gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=3qQEKixi0kU