Durchs Neandertal

Ich bin immer mal wieder in Haan (Nähe Solingen) und laufe von dort aus gerne nach Hause. Das sind, je nach Route, so zwischen 20 – 28km, wohl wissend dass zwar ein gutes Drittel Stadtgebiet ist, aber der Rest dafür ausgesprochen naturnah.
Das Neandertal hatte ich bei diesen Aktionen bisher immer nur „geschrammt“ um dort ein wenig meine Waden zu strapazieren, eine kleine Schleife rein und wieder raus, mit satten Höhenmetern die zweimal durchgekämpft werden müssen.
Die andere Variante ist eine längere Strecke, über die ausschweifenden Wanderwege einmal durchs gesamte Neandertal, aber viel angenehmer zu laufen.
Klar gibts viele kleinere Steigungen, aber in Summe gehts nur bergab und mit schönen Schleifen immer irgendwie an der Düssel entlang. Wer die Düssel nur aus dem städischen Flußlauf kennt, kann arg überrascht werden was das für ein tolles, teilweise wildes Gewässer sein kann. Auf der Strecke gibts auch sonst eine Menge zu sehen, zb das Eizeitlichen Wildgehege mit Auerochsen und Wildpferden, das Museumsareal und der Evolutionspfad, diverse andere Erkundspfade, viele schroffe Felsen, Gewässer, Auen und wilder Wald.
Da mag sogar ich nicht einfach so durchrennen, sondern halte immer mal wieder an um ein paar Fotos zu machen.
Oder, wie letzten Sonntag, sogar um endlich mal ein Video zusammenzuschnippseln, bitte schön:

Gleichzeitig nutze ich solche Strecken um das Navigieren mit der Uhr zu üben (hab mich tatsächlich wieder zweimal kurz verlaufen) und um Ausrüstung, Verpflegung, etc. zu testen. Meine neue T2 Ultra 10 Laufweste zum Beispiel, bewusst viel voller gepackt als nötig, ein wirklich saubequemes und durchdachtes Teil, bin megazufrieden damit.

Als nächstes wird die Route aber endlich mal wieder anders herum gelaufen, damit die Waden auch Spaß bekommen. Ein paar Höhenmeter sinds dann ja doch, besonders ab Erkrath vergeht einem das Läuferlächeln 🙂

 

Kommentare

  1. Danke für das Video! Wirklich eine wunderschöne Strecke!
    Und die Musik passt perfekt dazu. Du hast dich zu einem richtig guten Vlogger entwickelt!

    Auch der Lauf selbst sieht super aus: 26 km mit einer soliden Pace, das klingt schon wieder sehr rund. Wie haben sich die Hamstrings am nächsten Tag angefühlt? Ein bisschen steif wäre ja völlig im Rahmen. Es dauert erfahrungsgemäss doch einige Monate, bis da wirklich komplett Ruhe einkehrt.

    Grossen Respekt übrigens vor der ganzen Navigiererei… das wäre bei mir bei einem Trail-Ultra der Anfang vom Ende…

    Die Route andersrum zu laufen sieht schon etwas anstrengender aus. Wie viele Höhenmeter kommen da zusammen?

    Liebe Grüsse aus dem abendlichen Cape Town!

    1. Vielen Dank Catrina! Macht mir mittlerweile Spaß diese Videoschneiderei, so langsam hab ich raus wie man schnell was zusammenstellt.
      Die Hamstrings stören sich überhaupt nicht an so einem bergigen Lauf, das sind eher die schnellen, flachen Sprints, da bemerke ich tatsächlich noch latent was. Aber ich mach auch immer noch brav meine Übungen, wird schon.
      Die Navigation ist eigentlich total einfach, wenn man denn rechtzeitig auf die Uhr schaut und auch mal schmale Trails als Abzweigung wahrnimmt 😉
      Da kommen je nach Route so 380 bis 420 Höhenmeter zusammen, ich bin das auch schon ein paar mal gelaufen, haut ordentlich rein, weil es eben nur aufwärts geht. Aber macht auch riesig Spaß!

  2. Ui. Von der Weste habe ich noch nie was gehört. Und meine, dass ich eigentlich gut informiert bin, was Equipment auf dem Trail anbelangt.
    Ganz schön hochpreisig, das gute Stück. Da bekommt man bei den Franzosen zwei Westen für.

    Was das Navigieren anbelangt: Ich laufe im Jahr mindestens zwei Marathons-/Ultras, bei den eine eigene Navi Pflicht ist. Das übt ungemein. 😀

    1. Über die Weste bin ich letzten Herbst völlig zufällig gestolpert. Was die Japaner da machen hat mich dann einfach sofort angesprochen und es gab grade einen Vorverkauf. Also hab ich ohne wirklich zu wissen was kommt zugeschlagen und mir ein „Weihnachtsgeschenk“ gekauft. Teuer, plus Zoll, plus Versand. Und jetzt wo ich damit laufe, würde ich sagen: jeden Cent wert, kein Vergleich zu der Massenware, für die ich in Summe mittlerweile viel mehr Geld ausgegeben hab und immer mit irgendwas erheblich unzufrieden war (verschenke grade alle anderen Teile). Und weil die T2 10L so toll ist, hab ich auch direkt beim Vorverkauf der 5L Version zugeschlagen, die aktuell noch genäht wird und irgendwann Ende April kommt. Freue mich voll drauf! 🙂

  3. Lieber Oliver,
    ha, als ich gestern dein Video auf YT gesehen habe, habe ich schon auf den Blogbeitrag dazu gehofft! 😀
    Wirklich eine tolle Strecke mit viel Abwechslung, da könnte man wohl auch Runden laufen und immer wieder Neues entdecken. Besonders gut, dass dein Laufbericht wieder die altbekannte Oliver-Leichtigkeit rüberbringt, die dir Anfang des Jahres noch gefehlt hat. 🙂

    1. Da gibt es viel viel mehr Wege und die sogenannten Entdeckerschleifen, vermutlich kann man im Neandertal den ganzen Tag rumrennen 🙂 Ich hab einfach die „Düssel-Route“ gewählt, weil das der Heimweg war. Mich verschlägt es dort ja immer mal wieder hin, werde sicher auch mal andere Strecken erforschen.
      Die Leichtigkeit ist zumindest etwas wieder zurück, aber ich hab echt noch mühsame Tage. Setze aber drauf dass sich mit den wärmeren Tagen wieder alles „eingroovt“. Muss ja 🙂

  4. Lieber Oliver,
    schönes Video, schöne Strecke, gute Musikauswahl (Gemütliche Landschaftslaufmucke). Die Route schreit doch danach, öfter von dir belaufen zu werden. Erst recht, wenn es nun grüner wird. Ok, den Einlauf in Düsseldorf brauchts nicht unbedingt…
    Dein Fazit zum Rucksack klingt gut. Es geht nichts über ein solches Teil, dass weder wackelt noch hüpft und genau den Stauraum bietet, wie man ihn braucht!
    Ha, und Gruiten, genau da hatte ich mich neulich getroffen. Parken links von dir, Häuschen bewundern, Kirchlein und die putzige kleine Düssel! 🙂
    Danke für den Anstoß, endlich auch mal das Neandertal zu erkunden. Aber wie das manchmal so ist, was nahe liegt, wird übersehen…
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Vielen Dank Elke! Ich kann die Route noch optimieren und über den Grafenberger und Aaper Wald laufen, dann wären es nur noch 4-5km Stadtasphalt. Und mehr Höhenmeter. Und mehr Kilometer. Klingt eigentlich ganz reizvoll 🙂
      Die 10 Liter sind eigentlich zu viel, aber viel wichtiger ist der feste und trotzdem nicht nervige Sitz und gute Erreichbarkeit an alle Taschen etc. Und da wurde ich echt überrascht, das gute Stück ist durchdachter als so manch anderes Teil bekannter Marken. Na klar sitzen die bei jedem etwas anders/besser/schlechter, deshalb gibts ja zum Glück auch reichlich Auswahl, umso schöner wenn man „das Teil“ gefunden hat.
      Gruiten Dorf ist … nunja… ein recht beschauliches Dorf 🙂 Im Sommer touristischer Anlaufpunkt für Wanderungen ins Neandertal, aber hält sich zum Glück alles im Rahmen. Genau, manchmal liegt das Gute gar nicht so weit weg, muss man nur mal hin 😉

  5. Lieber Oliver,

    danke fürs Mitnehmen durch ein interessantes Tal. Vieles sieht richtig gut aus und scheint auch öfters laufenswert zu sein. Manche Ecken sind ausgesetzt, oder sogar ’schnuckelig‘, sind richtig schön natürlich oder trailig! Da würde ich mich wohl öfters tummeln! Und wenn man da auch noch auf Entdeckungstour gehen kann … na, dann mal los, das geht doch auch in höherem Tempo! 😆

    Danke für den Link, der stellt deinen Rucksack, oder deine Weste, wie du es nennst, schön anschaulich dar. Mir würde er vollgepackt vorne, vor allem aber an den Seiten zu dick auftragen. Schön aber, wenn du (endlich) für dich das richtige gefunden hast. – Mir reicht mein kleiner Salomon, in dem ich vorne zwei 500 ml Flasks einstecken kann, zudem sind noch je 2 weitere ‚offene‘ Taschen, sowie 2 mit Reißverschluss.

    https://www.salomon.com/de-de/product/adv-skin-12-lc13267

    380 bis 420 hm, auch das ist ordentlich. Ich müsste dafür hoch zur Burg marschieren.

    Liebe Grüße Manfred

    1. Vielen Dank Manfred! Ganz ehrlich, da gibts unglaublich viele Wege und Pfade, ich bin nur auf dem typischen populärsten Wanderweg geblieben, aber links und rechts geht es oft ab auf kleine trailige Pfade. Werde ich noch erforschen 🙂
      Ich hatte das Salomon Teil auch, habs aber verschenkt nachdem ich ein paarmal mit dem T2 unterwegs war. Für mich passt der einfach besser, ist etwas schwerer, aber komischerweise auch luftiger. Ist doch prima wenn jeder etwas nach seinen Ansprüchen findet, manchmal gibts dann einfach überraschende Glücksgriffe 🙂
      Höhenmeter bei mir hier zu sammeln ist nicht ganz einfach, ich renne sonst eben immer im Stadtwald diese 40-50 Meter Hügel hoch und runter und im Kreis, so eine Route macht da natürlich mehr Spaß.

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