Technik Notiz

Ein scheinbar ziemlich unbekannter Tipp für Suunto Ambit3 Besitzer.
Die Uhr selbst ist ein unglaublich zuverlässiges Artbeitstier, da gibts nix, ich liebe das Teil.
Der Smartsensor allerdings ist eine echte Katastrophe. Sehr schick, klein und leicht, nur leider mit einer Halbwertzeit von gefühlten zwei Monaten, bewegt sich also in der Joghurt-Liga.
Anfangs ist immer alles ok, aber nach etwa 3-4 Kilometern fängt der Puls vermeindlich an zu spinnen, springt auf 175, 190 oder höher, sackt dann wieder ab und das ganze innerhalb von Sekunden. Mir ist das unterwegs ziemlich egal, ich schaue nicht drauf, bemerke auch so ob ich zu hoch bin. Aber die Irritation bleibt beim Auslesen der Uhr und ausserdem sehe ich einfach nicht ein dass etwas nicht funktioniert.
Anfangs dachte ich sogar das liegt an der Uhr, aber im Internet lässt sich über dieses Sensor-Problem vieles nachlesen.
Ich hab also alles mögliche versucht, Batteriewechsel, mehrfacher kompletter Austausch, sorgfältiges trocknen, immer brav Sensor und Gurt trennen, neu verbinden, resetten, nichts half auf Dauer.
Was dann nach reichlich digitaler Lektüre hervorragend geholfen hat, ist die Sondermülltonne für den Smartsensor und der Kauf eines Sensors von Polar (H10). Der ist kompatibel mit der Ambit, bzw mit jeder Uhr die Bluetooth Sensoren nutzt., Der H10 ist war etwas größer, aber dafür auch nach vier Monaten völlig fehlerfrei. Ich hatte noch einen ausgiebigen "Regentest" abgewartet, der kam gestern, alles tiptop.
Den Gurt finde ich qualitativ übrigens auch wesentlich besser, da sind so kleine weiche Gumminoppen dran die den Gurt nicht verrutschen lassen, auch bei starker Nässe (Schweiss, Regen).
Ich nutze den Gurt nicht immer, aber wenn, dann soll er doch bitte auch einfach nur funktionieren. Tut er jetzt.

Image/photo
Drei vergleichbare Läufe auf der gleichen Strecke.
Unten mein erster Suunto Smartsensor, danach ein Ersatzteil (ich hatte derer drei!), oben der Polar H10.

Image/photo
So schlimm ist der Größenunterschied dann auch nicht.

9 Gedanken zu „Technik Notiz“

  1. Lieber Oliver,

    ich könnte jetzt ja schreiben „das hätte ich Dir auch sagen können“, aber das mach ich natürlich nicht.
    Seit über einem Jahr, seit mein 3. Suunto HF Sensor den Geist aufgegeben hat benutze ich den H10 von Polar, taugt wirklich sehr gut und nach 9 Monaten war der erste Batteriewechsel notwendig.

    Salut

  2. Lieber Christian, hätte ich dich mal gefragt!! 😉 Aber ehrlich, dafür dass die Uhr so zuverlässig ist, sollte der Sensor doch bitte auch so eine Qualität haben. Aber naja… geht ja auch anders.

  3. Lieber Oliver,
    mein Polar H10 war nach vielen Jahren Gebrauch kaputt. Da konnte der H10 aber nix dafür (der war mir beim Entfernen vom Gurt aus der Hand geflutscht und dabei unsanft gegen die Wand geschleudert worden. )
    Danach habe ich mir den OH1 von Polar geholt und den liebe ich sogar noch mehr. Das liegt daran, das der aufzeichnen kann und ich damit auch meine Pulswerte im Wasser messen kann. Sozusagen Triathlon tauglich 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

  4. Liebe Helge, mir war ehrlich gesagt überhaupt nicht bewusst dass die Dinger schlicht und einfach das schnöde Bluetooth zur Übertragung nutzen, wahrscheinlich gibts noch ein paar andere Sensoren die was taugen. Ich bin durch Zufall über den H10 gestolpert und hab scheinbar jetzt alles richtig gemacht, ist offenbar ein robustes Gerät. Der Suunto Sensor kann das (glaube ich) ebenfalls, dieses Unterwasseraufzeichnen, aber du hast wohl die bessere Wahl getroffen. Wenn es über Wasser nicht mal richtig klappt möchte ich mir die Pulskurve unter Wasser gar nicht vorstellen 😉

  5. Lieber Oliver,
    das hätte ich nicht gedacht, dass sich Suunto und Polar so gut „vertragen“. Wenigstens kannst Du so die nicht zufriedenstellende Funktion des Originalteils kompensieren. Den H10 hatte ich lange, aber manchmal hat er auch gesponnen, und der Brustgurt störte mich sehr. Nun laufe ich mit OH10, der misst beständiger, aber dafür hält der Akku nur wenige Stunden. Man darf sich halt die Zitrone ussuchen, in die man beißt…
    Liebe Grüße
    Elke

  6. Liebe Elke, ich ebenfalls nicht, bin bis dahin nichtmal auf die Idee gekommen für die Uhr einen Sensor einer anderen Firma zu suchen. Manches kann so einfach sein. Der OH10 ist ein optischer Sensor, klar, das verbraucht viel mehr Akku. Was heißt denn wenige Stunden?

  7. Wenige Stunden ist laut Hersteller maximal 10. Ich habe es noch nicht genau berechnet, gefühlt kommt schon vorher die Warnung des niedrigen Akkustandes.
    LG Elke

  8. Lieber Oliver,
    oh diese Odysseen, wenn man technisches Equipment „ausprobiert“, bzw. die man benötigt, um etwas so hinzukriegen, damit es wie gewollt funktioniert. 🙁

    Ein Brustgurt stört mich beim Laufen, aber das liegt wohl an meinem ach so schmalen Oberkörper! 😆 Beim Radfahren ginge es, aber das sportliche Radfahren liegt „auf Eis“ seit meinem Radunfall. – So laufe ich ohne und verlasse mich auf mein Körpergefühl!

    Bei mir benötigt eine gebraucht übernommene Polar M400 ewig um das GPS-Signal zu finden. Unterwegs fällt dann manchmal die Höhenmessung aus. Vielleicht wollte der vorherige Besitzer die Uhr deshalb loswerden, aber egal … meist funktioniert es ja! 😆

    LG Manfred

  9. Lieber Manfred, ich finde es einfach schade dass so eine teure und hochwertige Uhr mit einem echt mülligen Sensor geliefert wird. Eigentlich sollte der Nutzer sich darüber keine Gedanken machen müssen. Aber naja, immerhin gibts Alternativen.
    Die Ambit hab ich übrigens tatsächlich gekauft weil die superschnell beim Satelliten finden ist. Habs nicht bereut. Zwischenzeitlich hatte ich mal die Möglichkeit mit der Spartan Ultra eine echt moderne Uhr zu testen, die war allerdings überhaupt nichts für mich. Viel zu viel Klickibunti und echt sauteuer. Da hab ich erheblich mehr Nutzwert mit der guten robusten Ambit. LG Oliver

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 × 1 =