Manchmal, aber wirklich nur sehr selten, nehme ich mein Smartphone mit auf die langen Runden. Ganz einfach weil ich dann eh mit leichtem Laufrucksack (bzw. Weste) unterwegs bin und das Teil vom Gewicht her auch keine Rolle mehr spielt. Eigentlich könnte ich bei diesen Runden also auch mal das eine oder andere Foto machen, aber meißtens vergess ichs einfach. Oder es passiert sowas wie zum Beispiel: „oh, das wäre aber ein schönes Foto geworden, aber schon vorbei, also einfach weiter.“
Ich stoppe ehrlich gesagt sehr ungern unterwegs, dieser gleichmäßige, fast meditative Laufrhythmus, ist ja genau das, was ich bei den langen Läufen so mag.
Nachdem ich die letzten Wochen laufend immer im hügeligen Wald verbracht hab, ging es Freitag endlich mal wieder auf die lange Rheinrunde (32km), im Abendlicht, schön langsam, schön flach. Also perfekt zum Abschalten.
Nach etwa 1:10 Stunden, auf der Flughafenbrücke (A44), beim Wechsel von einer Rheinseite auf die andere, ist mir plötzlich eingefallen dass ich das Handy dabei hab und ein Foto vom Rhein ja auch mal ganz nett wäre. Der führt derzeit übrigens etwas wenig Wasser:

Nachdem ich die „Meerbusch-Büderich-Schlaufe“ und die Gemüse-Felder hinter mich gelassen hatte (nach etwa 2:00h), ging es für einen Kilometer wieder direkt ans Rheinufer und mir fiel durch den langen Schatten wieder ein: „oh, das wäre ein schönes Foto“.
Diesmal dann auch wirklich, gesagt getan:

Diese kleinen weißen Gebäude da ganz hinten, das ist Düsseldorf.
Und ja, es gibt schon echt schlechtere Laufwege, ich mag die Möglichkeiten um die Stadt herum. Auf der anderen Seite, hinter den Büschen, da ist der Messeparkplatz:

Nicht fotografiert hab ich übrigens meine Rückkehr in die Stadt über Oberkassel und die grade beginnende Rheinkirmes. Da wollte ich einfach nur schnell durch und weg. Menschenmassen, Polizei, Sanitäter, Krach und Hektik. Echt nicht meins nach dieser bis dahin sehr gemütlichen Strecke.
Heute gehts wieder in den Wald, Steigungen üben. Vielleicht denke ich auf diesen Touren ja auch mal irgendwann daran Fotos zu machen.
Lieber Oliver,
so weit weg von D-dorf und doch so schön!
Mit der Sonne im Rücken konntest du deinem Schatten wohl nicht weglaufen? 😉
Schöne Bilder von einer schönen Gegend um den Rhein „herum“! – Vielleicht denkste mal an ein paar Aufnahmen auf deiner Waldrunde, auch wenn es deinen meditativen Flow etwas unterbricht!
Menschenmassen muss man nicht fotografieren, die hat man ja in städtischer Umgebung zuhauf, „selbst“ 🙂 hier im eher „dörflichen“ 😆 Darmstadt!
LG Manfred
Lieber Manfred, ich hab meinen Schatten an der nächsten Ecke ausgetrickst und war dann schneller als er 😉
Die nächsten Tage sollen ja wieder erheblich wärmer werden, da wird also Wasser für unterwegs nötig sein = der Laufrucksack kommt mit. Dann muss ich also nur noch unterwegs dran denken auch mal ein paar Bildchen zu machen … Der Wille ist da 🙂
LG Oliver
So unterschiedlich ist der (laufende) Mensch. Mich stört das Anhalten zum Knipsen überhaupt nicht.
Aber schön, dass es Dir trotzdem mal in den Sinn kam. Ich sehe ja gerne andere Laufreviere.
Schöner langer Lauf, der mich daran erinnert auch langsam mal in Quark zu kommen.
Viele Grüße
Volker
Das ist das spannende am kreuz und quer lesen, alle laufen, aber jeder macht so sein Ding. Find ich gut, dadurch gibt es oft genug auch mal was zu lernen.
Quark für Berlin? Hau rein! 😉
Viele Grüße, Oliver