Heute früh hatte ich mich schon auf einen eher frischen und nassen Lauf eingestellt, draussen war es einfach nur grau, es regnete, alles war eher ziemlich ungemütlich.
So ein Wetter hält mich ja nun überhaupt nicht vom Laufen ab, aber irgendwie war ich dann doch etwas zögerlich, voll in gemütlicher Wochenendlaune eben, also erstmal abwarten ob es vielleicht etwas aufklart. Oder sollte heute etwa der erste Tag mit langer Hose in diesem Herbst werden? Da hatte ich echt überhaupt kein bock drauf, bin immer noch auf Spätsommer eingestellt.
Am frühen Nachmittag hörte der Regen auf, die Sonne hat ratzfatz für etliche Grad Celsius mehr gesorgt, es wurde tatsächlich richtig schön.
Also die lange Hose wieder in die Schublade geschmissen, fix in die Sommer-Laufklamotten und bei milden 16°C losgerannt. Was für ein Genuss! Ich hatte plötzlich Lust auf Hügel, Waldwege und Höhenmeter, also ab zum Aaper Wald.
Nach dem Regen war ich auf Matschwege eingestellt, gab es allerdings fast überhaupt nicht, ich war echt erstaunt wie schnell alles trocken wurde. Also statt Rutschpartien und nassen Füßen konnte ich einfach Waldluft und Sonne geniessen, wir hatten einen richtigen goldenen Oktobertag, wunderschön.
Die Runde wurde etwas länger als geplant, voll in Lauflaune, da geht dann immer noch ein kleiner Schlenker.
Nach fast genau zwei Stunden, 450 Höhenmeter und 25km war ich dann wieder zuhause. Schnell die Schuhe aus und noch zwanzig Minuten Barfuß getrabt, das muss einfach immer sein.
Die heutige Route bin ich natürlich schon öfter gelaufen, ist für mich eine wirklich tolle Trainingsstrecke, sehr abwechslungsreich und je nach Jahreszeit unterschiedlich herausfordernd. Es gab auch schon Tage, an denen ich diese Wege verflucht habe und sogar Gehpausen gemacht hab. Heute allerdings hat einfach alles gepasst, ich bin gut gelaunt nonstop durchgerannt und hatte einfach nur Spaß.

Lieber Oliver, manchmal passt es halt, wie schön, dass diese Tage meist in der Mehrzahl sind, dafür müssen wir dann eben mal die in Kauf nehmen, an denen es nicht so läuft.
Freut mich für dich – YES !
Liebe Margitta, genau, manchmal passt einfach alles. Aber selbst wenn mal nicht, irgendwie gewinnt (fast) immer die Lauflaune. Die wenigen Tage im Jahr wo wirklich alles doof läuft, die sind es dann wert, alle anderen schätzen zu lernen.
Danke 🙂
Lieber Oliver,
toll! – Genieße solche Tage und Läufe!
Für mich ist es schön von solch tollen Trainingsläufen lesen zu können. Da bin ich gleich (virtuell) mitgelaufen!
Momentan muss ich durch mein Missgeschick (kl. Zeh gebrochen) erstmal wieder pausieren. Nix schlimmes, muss „nur“ Geduld haben! 😥
LG Manfred
Lieber Manfred, blöde Sache das mit Deinem Zeh, grade wo es langsam wieder anlief bei Dir. Aber ist ja zum Glück nichts dauerhaft schlimmes, geht vorbei. Dann mal weiterhin Geduld beim Geduld haben und lass Dir die Laune nicht vermiesen 🙂
LG Oliver
Lieber Oliver,
nö, die Laune lass ich mir dadurch nicht vermiesen! 😆
Gestern war ich mal „wildern“ im fremden Revier und habe mir das Auswärtsspiel unserer Darmstädter >Lilien< (Fußball-Bundesliga-Team) angeguckt. Ging zwar für die Fußballer "in die Hose", aber ich habe meine Komilitonen aus den 80ern mal wieder gesehen!
LG Manfred
25 km, 450 hm, 2 h = flott unterwegs 🙂
Ich glaube, das ist das Herz des Laufens, was du da beschreibst. Losrennen, wohl fühlen, gut gelaunt ankommen und hinterher sogar noch 20 Min. ohne Schuhe, wirklich super.
Schade, dass sowas nicht ansteckend ist! Ich meine nicht, dass die Laufwege dann verstopft sein sollen von Menschenmassen, die es einfach gepackt hat, sondern ich denke dabei an diese „Freude aus sich heraus“, mit der man die Welt im Sinne einer Pandemie infizieren müsste.
Liebe Grüße
Wolfgang
Hi Wolfgang, ja, irgendwie war es dann für meine Verhältnisse einigermaßen flott, hat sich durch die gute Laune so ergeben, bewußt war’s jedenfalls nicht. (… ich schau ja unterwegs eh kaum auf die Uhr).
"Das Herz des Laufens" … gefällt mir 🙂 Und ist was dran. Mit einer Selbstverständlichkeit einfach nur zu laufen. Dafür mach ich das, das tut der Seele gut.
Die Pandemie werden wir wahrscheinlich leider trotzdem nicht zünden können, schon gar nicht in unserer verkorksten Gesellschaft. Freude muss der Mensch ja auch zulassen, da wird bei vielen sehr schwierig.