Abgeschnallt

Meine Puls-GPS-Uhr ist eigentlich immer dabei wenn ich meine Runden drehe, meisstens schaue ich genau zweimal drauf: beim Starten und beim Ankommen. Später werden die gesammelten Daten auf den Rechner überspielt, kurz "analysiert" und fertig. Während des Laufens checke ich allerhöchstens mal ganz kurz wieviele Kilometer ich zurückkgelegt hab, aber sonst nix. Anfangs war das natürlich superinteressant wo der Puls grade steht, wie die Pace Zeit ist, und so weiter. Ich hab dabei auch tatsächlich eine Menge nützliche Dinge gelernt, aber zb auch dass jeder Körper anders ist, mit Durchschnittswerten kann man nicht viel anfangen.
Mittlerweile hat sich aber viel eingespielt, das Körpergefühl sagt mir mehr als der Blick zur Uhr. Wenn der Puls hoch geht, das merke ich auch so. Und dass ich durchschnittlich mit ca. 160 HF laufe, ist gelernt. Wenn es mal mehr oder weniger ist, ok, dann ist das so. Für Profisportler ist die Einhaltung bestimmter Trainingsplan-Parameter superwichtig und notwendig, gar keine Frage, aber für Typen wie ich es bin? Nicht zwingend.
Wozu also jedesmal den blöden Brustgurt umschnallen? Ich lass das jetzt erstmal. Der Spaß am Laufen ist mir wichtiger als ein paar Sekunden bessere Zielzeit weil ich mich eisern an irgendwelche HF-Parameter gehalten habe.
Der Gurt bleibt seit einigen Tagen zu Hause und ich fühle mich ein wenig freier beim Laufen.

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