Winter – Frühl… – Sommer

Wer seine Laufrunden draussen dreht, bekommt den Wechsel der Jahreszeiten in voller Pracht um die Ohren gehauen, mit allem was dazu gehört. Und zu jeder Jahreszeit hat man früher oder später bock auf die Nächste mit all den Eigenarten. Ich hechele zum Beispiel nach der dunklen Winterzeit immer wieder dem warmen Frühling entgegen. Leider ist der Frühling hier im Rheinland die letzten Jahre total kurz geworden und geht superschnell in Sommer über. Eben noch Bodenfrost und plötzlich brennende Sonne. Also statt Frühling schnell an Sommer gewöhnen.
Wir haben heute den letzten Maitag und mir kommt es jetzt schon vor wie Hochsommer. Es wird teilweise richtig heiß, die Wiesen vertrocknen, es regnet viel(!) zu wenig, dazu immer wieder dieser Wind, das alles tut der Pflanzenwelt nicht gut.
Trotzdem, ich geniesse mal wieder alles, Herbst und Winter kommen ja auch irgendwann zuverlässig zurück.
Jede Laufrunde hat kleine Highlights. Ob der Beuys-Kopf mit Maske oder ausgebüxte Lämmer oder plötzliche Einsamkeit auf dem Asphalt, mit Tempo durch den Wald fliegen oder noch schneller über die Rheinbrücken knallen oder auch mal gemächlich auf Trampelpfaden am Rhein entlang trotten.
Als notorischer Alleine-Läufer hab ich die Freiheit und das Privileg einfach so laufen zu können, wie es mir passt. Und das geniesse ich wirklich sehr, zu jeder Jahreszeit.

Bitte sehr, einige gesammelte Eindrücke der letzten vier Wochen:

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19 Gedanken zu „Winter – Frühl… – Sommer“

  1. Moin Oliver,

    meinem Empfinden nach ist dieser Frühling mehr Corona zum Opfer gefallen als einem rasanten Übergang zum Sommer. So warm war es bei uns im Norden insgesamt noch nicht. Was uns mit dem Rheinland eint ist die Trockenheit und vorallem der Wind, der in seiner Beständigkeit sogar uns Nordlichtern auffällt.

    Ja, wir Alleinläufer genießen zur Zeit besondere Freiheiten und Privilegien, zum Glück werde ich mir dieser auch wieder etwas mehr bewußt. Trotzdem darf wegen meiner die Hitze gerne noch etwas warten 😉

    Du bist da wetterfester, drum genieße einfach immer weiter laufend was sich Dir an Wetter und an Landschaft und Tempo unter die Füße kommt 😀

    Liebe Grüße
    Volker

    1. Lieber Volker,
      da hast Du natürlich recht, Corona kommt dazu, hat uns den Frühling versaut und auch irgendwie das Zeitempfinden verschoben.
      Um erneute Hitzesommer werden wir wohl nicht herum kommen, in der Stadt sind wir immer noch anders belastet weil sich alles dauerhaft aufheizt und dieser Wind wirbelt ständig den Staub durch die Luft. Da gibts nur eins: raus ins Grüne laufen 🙂 Das bewahre ich mir, egal bei welchem Wetter.

  2. Lieber Oliver,

    ich vermisse den gemächlichen Wechsel der Jahreszeiten ebenfalls, sowohl der Herbst, als auch der Frühling sind wahrlich kurz geworden. Wir nehmen es, wie es kommt und Deine Bilder zeigen, egal welche Situation, es gibt immer etwas Schönes zu entdecken.
    Alleinelaufen ist für mich das Wichtigste überhaupt, um die Erholung zu spüren. Begleitung ist zwar nett, aber ein- oder zweimal pro Jahr reicht dann auch 😉

    Salut

    1. Lieber Christian,
      „früher“ gab es doch wirklich viel ausgeprägtere Jahreszeiten, oder? Besonders seit ich im Rheinland lebe, kommt’s mir vor als gibt es nur Schmuddelwinter und heiße Sommer. Genau, wir nehmen es wie es kommt, haben ja auch kaum eine Wahl. Und dann kann man auch die schönen Seiten geniessen, Du kennst das. Beim Thema Alleinelaufen sind wir uns möglicherweise sehr ähnlich 😉

  3. Lieber Oliver, erst einmal, schön von dir zu lesen, und das, was ich hier lese gefällt mir sehr – auch die Aufnahmen, die uns immer wieder dein Laufareal näher bringen. Am besten gefällt mir das Bild, auf dem du laufend vorbeihuschend – schnell wie ein Wiesel – durchs Foto fliegst. Machst du immer so große Schritte – oder nur fürs Foto ?

    Ach ja, und dann noch Josef Beuys auf deiner Strecke, sogar mit Maske !! – ein für mich unvergessener Künstler, der oft genug als Spinner abgetan wurde.

    Die Jahreszeiten haben sich verändert, auch im Norden, wenn auch nicht so krass wie in südlicheren Gefilden: Frost gab es einmal kurz, den Frühling können wir sehr wohl auskosten, zumal es bei uns noch relativ mild – schön mild ist, und der Wind, den du nicht so magst, kühlt uns in diesen Tagen ganz besonders ! Die Trockenheit macht auch unserem Land zu schaffen – wo soll das hinführen ?

    Alleine laufen – auch für mich die idealste Form – kann laufen, wann, wie, wie lange, wohin ich möchte, Zeit zum Entspannen, Nachdenken, zu sich zu kommen.

    Aber irgendetwas fehlt hier doch, worüber ich dachte, dass du auch berichten wirst !!

    1. Liebe Margitta,
      seit ich die kleine handlich GoPro habe, mache ich unheimlich viele Fotos unterwegs, geht super wegen Stabilisator, ich brauche nicht anzuhalten. Und zu sehen gibts hier wirklich viel, von der Kunst mal abgesehen, bin ich immer wieder begeistert wie sich meine Wege über das Jahr verändern.
      Das Foto täuscht etwas, da gehts ziemlich bergab, ist aber kaum zu sehen. Ich mache relativ kurze Schritte, geht auch gar nicht anders als Fivefingersläufer. Unter 180 Schritte pro Minute komme ich fast nie, sogar fast immer darüber.
      Ich hab da mal was gebaut: SloMo barfuß 🙂
      Beuys und Ddorf gehören zusammen, um den Kopf gab es schon viel Streit, aber zu Coronazeiten musste der eben auch mal ne Maske tragen (ist mittlerweile wieder ab).
      Ich mag Wind schon sehr, aber nicht ständig! Vor allem diese Tage an dem man glaubt es gibt nur Gegenwind … Und wenn es wärmer wird verdörrt er die ganze Landschaft. Ob das Klimawandel ist oder nur anderes Wetter, keine Ahnung, aber ich bin jetzt etwa 20 Jahre im Rhein/Ruhr-Gebiet und bemerke eine deutliche Veränderung.
      Das was fehlt, reiche ich noch nach, keine Sorge 🙂
      Otto

  4. Lieber Oliver,
    stimmt, ich habe auch das Gefühl, der Frühling sei in den letzten Jahren irgendwie zu kurz gekommen. 😉 Heuer hat uns der Mai allerdings (nach einem frühsommerlichen April) noch ein wenig entschädigt, mit kühleren Temperaturen und gelegentlichen Regenschauern, die ich als sehr erholend empfand und das nicht nur zum laufen, sondern in erster Linie für die Natur! 🙂
    Die Vorteile des Alleinelaufens hat die Zeit der Ausgangsbeschränkungen wieder neu bewußt gemacht, so dass ich mich noch nicht wieder überwinden konnte, zu einem Lauftreff unseres Vereins zu gehen… 😉

    1. Liebe Doris,
      vielleicht täuscht das alles diese Jahr auch durch die schräge Corona Situation (wie von Volker richtig angemerkt), aber hier im Rheinland kommt mir wirklich vor als hätte der Frühling nur 2 Wochen gedauert, plötzlich war alles grün und plötzlich wurde es wieder heiß und trocken. Wo ist eigentlich der ergiebige Regen aus Januar und Februar hin?!
      Wer im Verein oder Lauftreff ist, den trifft das alles natürlich sehr, da hätte ich auch noch Bedenken. Besonders weil jetzt immer mal wieder von plötzlichen Ausbrüchen nach Versammlungen zu hören ist. Also einfach erstmal weiter alleine laufen, selbst wenn man Gesellschaft beim Laufen mag.

  5. Lieber Oliver,
    ach was für schöne Bilder. Ich finde es immer wieder schön, wenn ich die Gelegenheit habe, am Rhein zu laufen. Das hast Du wunderschön eingefangen. Ja, Frühling ist abgeschafft und der Herbst schickt uns zunehmend öfter schon sehr früh zwar nicht seine Kühle und Regen, wohl aber die baunen und gelben Farben… Und richtig Winter war ja auch länger nicht mehr. Der Rhein zieht sich auch schon wieder in sein Bett zurück.
    Ich liebe auch sehr den Wechsel der Jahreszeiten, den wir als Läufer immer intensiv miterleben. Daher möchte ich nie am Äquator leben. Nicht, dass uns das hier immer öfter einholt… 🙁
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,
      ich liebe diese entspannenden Läufe am Rhein einfach, zumal wir wirklich viele schöne und abwechslungsreiche Wege haben. Bei Niedrigwasser sogar noch mehr 😉
      Ihr hattet immerhin etwas Winter bei euren Besuchen in der Schweiz, aber hier war ja nichts. Alles etwas verkorkst. Jahreszeiten gehören in unseren Breitengraden dazu, bleibt spannend wie sich das die nächsten Jahre entwickelt.

  6. Lieber Oliver,
    ich liebe es genau wie du, die Jahreszeiten mitzuerleben. Hier, wo es einfach nur Wald gibt, ist der Frühling vielleicht noch ein wenig mehr present. Der Wald kann die Feuchtigkeit eben doch länger halten und den Wind auch gut abhalten.
    Aber ich mache die gleichen Beobachtungen wie du: der Wind ist irgendwie immer da. Irgendwie habe ich ständig Ostseefeeling hier. Heiß und windig. Fehlt nur noch Sand 😆
    Der Rhein ist schon bedenklich niedrig. Der Model geht es vielleicht noch ein bisschen besser, aber so wirklich gut auch nicht.
    Wir können nur hoffen, das es nicht noch schlimmer wird.
    Ein Regenmonat würde uns wirklich gut tun.
    Liebe Grüße
    Helge

    P.S. tolle barfuß slomo und sehr süßer Hund 🙂

    1. Liebe Helge,
      im Wald ist es tatsächlich etwas ausgeglichener, auch hier. Allerdings finde ich dort auch Ecken wo die Trockenheit merklich Spuren hinterläßt, von den „Achtung Waldbrandgefahr“-Schildern mal abgesehen (die gab es hier vor einigen Jahren auch noch nicht). Der Rheinpegel wird sicher noch fallen, mal sehen wie die Flüsse im August aussehen. Dann hoffen wir mal das Beste, wir sind ja Optimisten 😉
      Danke für beides!

  7. Lieber Oliver,

    bin vor geraumer Zeit auch immer wieder mal gerne zu und mit einem Lauftreff unterwegs gewesen. Momentan zieht mich da wenig hin und ich schätze (plötzlich wieder mehr) das Alleinelaufen! Da bin ich ganz bei dir! Allerdings hat das auch mit meinem Fitwerden nach … weißt ja … zu tun! 😉

    Vor Jahrzehnten schon, hab ich mal gesagt, dass der letzte Kampf ums Wasser gefochten wird, dass das aber auch in unseren Breiten so kommen könnte, hätte keiner meiner Alpträume hergegeben! 😥 – Okay, will hier jetzt nicht schwarz malen, ist ja auch noch lange nicht so weit und ich sehe mich ja eigentlich auch als Optimisten. Vielleicht schnallen es auch noch einige wichtige Leute, die an den entsprechenden Hebeln sitzen! – Sorry, wollte mal raus! 🙄

    Hier im Südhessischen sind wir bald soweit, dass es nur noch eine Jahreszeit gibt, mit 3 leichten Variationen: Frühsommer, Sommer, Spätsommer! Fertig! 😛

    Aber schöne Bilder des weiten (Rhein)Landes haste mitgebracht! … nur tut mir der Beuys-Kopf im Nachhinein noch Leid. So lange mit Maske. War bestimmt ne Qual für den Armen! 😉

    Bleib dran und noch lange so fit!

    LG Manfred

    1. Lieber Manfred, alle Lauftreffs waren ja ziemlich einsame Veranstaltungen in den letzten Monaten, ich vermisse meine parkrun Leute auch langsam. Aber alleine laufen ist trotzdem immer wieder toll, auch um wieder fit zu werden 😉
      Ich bin wirklich gespannt wie dieser Sommer wird, ab heute soll es tatsächlich mal ein paar Tage regnen, aber das wird absolut nicht reichen. Und die richtig heißen und trockenen Wochen kommen erst noch. Wasser wird jedenfalls immer kostbarer, das steht fest. Auch in unseren Breitengraden.
      Der Beuys Kopf ist seine Maske wieder los und kann frei atmen 🙂

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