Mit Sandalen im Wald rennen

Nachdem es letztes Jahr einfach so unterbrechungsfrei fluppte und ich störungsfrei Kilometer sammeln konnte, entwickelt sich dieses Jahr als Laufen mit Handbremse. Ständig muss ich aus verschiedensten Gründen kleine oder größere Pausen einlegen. Aber da es bisher alles sehr gute Pausen-Gründe waren, nehm ichs hin und ackere einfach immer wieder aufs Neue, um meine Kondition nicht zu verlieren. Sowas ist dann ja auch mal eine schöne (mentale) Herausforderung.

Ebenfalls eine wunderbare Herausforderung ist das Laufen mit Sandalen.
Auch nach fast einem halben Jahr konsequenter Umstellung ist der Spaß ungebrochen, ich bemerke immer mehr den Unterschied zu den Fivefingers, besonders bei schnelleren Einheiten. Die Füße werden wesentlich mehr gefordert, aber dadurch auch nachhaltig gestärkt. Ich fühle mich immer noch sauwohl so zu laufen, klasse Sache!

Als Stadtmensch bin ich natürlich viel Asphalt ausgesetzt und gebe zu, einen anständigen Waldlauf mit Sandalen hatte ich mir bisher gespart. Die Sohle der Shamma Warriors ist dann doch zu dünn für fiesen Untergrund und die Chargers kommen aufgrund des fehlenden Sohlenprofils schlicht und einfach nicht in Frage. Shamma hat ja auch noch die Mountain Goats, aber die Sohle ist mir dann doch viel zu fett, bis zum Wald sind es ja immerhin 3-4km Asphalt, die möchte ich auch locker laufen. Und dann sind mir die Warriors Maximus aufgefallen, genau zwischen den flachen Warriors und den Mountain Goats. Gekauft und begeistert! Nach bisher etwa 200km damit an den Füßen muss ich sagen, das sind meine Lieblinge.
Besonders nach dem heutigen Waldlauf, über holperige, vom Unwetter zerschredderte Pfade, hab ich mich nochmal in die Teile verliebt.
Absolut trittsicher, vorausgesetzt die Riemen sind richtig festgeknallt, bin ich teilweise über wirklich üble Pfade gelaufen und war immer wieder erstaunt wie leicht das alles ging.

Man möchte ja meinen, bei solchen unbefestigten Wegen gerät ständig Kiesel und Sand zwischen Fuß und Sohle, aber nichts da. Ich bin meine übliche 16k Strecke auf und ab gerannt, durch Matsch und über Geröll, über Sand und moderigen Waldboden, alles super. Na klar, rutscht irgendwann mal ein Steinchen unter die Ferse, aber das ist auch genauso schnell wieder rausgerutscht.
Auch hier bemerkte ich wieder den Unterschied zu den Fivefingers, die verzeihen einfach mehr, da kann man schonmal mit der Ferse aufknallen. Die Sandalen verzeihen nicht viel und das ist auch gut so, ich bin viel konzentrierter unterwegs, es ging durchaus auch mal rasant bergab, aber immer alles vor mir im Blick. Und das macht wirklich großen Spaß! Achtung Wurzel! Drüberhüpfen. Vorsicht kleine Senke! Geschickt ausnutzen um noch mehr Dampf zu machen. Verdammt, Geröll!! Ach egal, leichtfüßig drüberlaufen. Wasser auf dem Weg! Danke für die Abkühlung.
Die Füße sitzen fest und sicher auf der Fußplatte, selbst wenn man mal durch Wasser oder Matsch läuft. Die Fußplatte selbst ist genau so elastisch wie sie sein sollte, bringt den notwendigen Schutz mit, aber passt sich Fuß und Untergrund immer super an.
Ich bin diese Strecke früher bereits sehr oft mit „normalen“ Laufschuhen (und auch Trailschuhen) gerannt, aber hab mich noch nie so trittsicher gefühlt wie heute. Sogar der kleine fiese Singletrail, bei dem man nie weiß was hinter der nächsten Kurve lauert, konnte mich nicht ausbremsen. Und da lauerte heute so einiges, ausgespülter Schotter, ein umgefallener Baum, Matschlöcher, arschglatter Lehmboden und kleine Erdrutsche.

Für meinen normalen „Laufalltag“ wüßte ich jetzt echt keinen Grund mehr, wieso ich irgendwas anderes als Sandalen tragen müsste. Na klar, technisch anspruchsvolle Gebirgstrails oder fieses Winterwetter sind gute Gründe, aber nicht wirklich mein Alltag.
Was jetzt noch aussteht ist ein wirklich langer Lauf, aber auch da mach ich mir keine Sorgen, zumal es ja Sandalenläufer gibt, die schon ganz andere Dinger gerockt haben. Wieso also sollte ich das nicht auch können?!
Der gute Emanuel von der Barefoot Academy ist übrigens der gleichen Meinung zu den Maximus, ich habe nicht mal das von ihm beschriebene Problemchen mit dem „Hubbel“, mir passen die Sandalen wirklich wie Lack.

Es ist diese Leichtigkeit an den Füßen die mir extrem gut gefällt, luftig unterwegs zu sein, die Füße und Beine arbeiten zu fühlen.
Im übrigen bemerke ich auch eine grundsätzliche Haltungsverbesserung und Stärkung bei mir im Rücken, Nacken und Bauchbereich.
Dem Barfußlaufen kommen die Sandalen jedenfalls am nächsten, näher als jeder andere Minimalschuh. Und davon waren ja schon so einige an meinen Füßen.
Ich bleib da dran.

Der Sandsteig ist zur Zeit eher ein Geröllsteig …

22 Kommentare

  1. Lieber Oliver
    Warriors Maximus – muss ich mir merken.
    Das freut mich ja, dass es auch auf den Trails so gut funktioniert!
    Letzten Samstag schauten wir den Läufern am Eigertrail 51k zu. Wir standen ca. bei Kilometer 44k und die Läufer kamen gerade von einer äusserst schwierigen Downhill-Passage runter. Und was sehen wir? Einen Läufer mit Sandalen! Sie sahen aus wie Shammas. Das war sehr eindrücklich!

    Bei mir flutscht es noch nicht so. Ich trage die Warriors fleissig im Alltag aber das Mittelteil zwischen den Zehen sitzt noch nicht so richtig. Ich versuche es jetzt mal mit dem „Powerstrap“ den mir Elke von Deutschland mitgebracht hat. Oder ich muss einfach warten, bis sich Hornhaut gebildet hat…

    Liebe Grüsse aus dem endlich sonnigen Zürich!

    1. Ich kann die bedenkenlos als Allrounder empfehlen, liebe Catrina. Vor allem machen die immer noch mehr Spaß wenn sie erstmal ein paar Kilometer eingelaufen und geschmeidig sind. Eigertrail in Sandalen?! Respekt… und gut zu lesen dass so etwas auch möglich ist 🙂
      Bei mir waren es anfangs die Fersenriemen, die geschubbert haben. Einmal gut mit Melkfett „durchmassiert“ und das hatte sich erledigt. Aber manchmal ist zusätzliche Hornhaut (oder besser Lederhaut) sehr hilfreich. Ist halt doch en völlig anderes laufen als mit Schuhen.

  2. Sehr spannend und schön von deiner Aktivität mit deinen neuen “ Freunden “ zu lesen. Über Stock und Stein, quer durch die Prärie – sogar schnell abwärts – und das bei deiner Geschwindigkeit, da wird es mir schon beim Lesen schwindlig. Toll von deinen guten Erfahrungen mit diesen Sandalen lesen zu können. Wobei ich mir (noch) nicht vorstellen kann, dir Gleiches zu tun aber man sollte ja bekanntlich nie nie sagen.

    Bin derzeit auch total zufrieden mit dem FAST Nichts unter meinen Füßen – werde auch berichten – und kann nur bestätigen, ein tolles, leichtes Laufgefühl, ich liebe es auch sehr – und meine Füße , mein ganzer Körper haben sich gut darauf eingestellt und fühlen sich sehr wohl dabei. Ich tanze sozusagen lautlos durch die Welt. Das Wort “ tanzen “ stammt nicht von mir, das war ein Kommentar eines Bekannten, als er mir laufend begegnete – und ich habe mich darüber gefreut.

    Immer wieder schön von deiner ungebremsten Lauffreude zu lesen – ja, das gefällt mir, lieber Oliver, aber das habe ich ja auch des Öfteren zum Ausdruck gebracht-

    Pass gut auf dich auf, besonders abwärts………………. 😉

    1. Das ist schon verrückt, liebe Margitta, es funktioniert einfach mit den Teilen. Gelegentlich geht mir auch jetzt noch kurz durch den Kopf „du bist doch bekloppt … mit Sandalen laufen“, aber dann starte ich und geniesse es einfach nur. Es ist auch wahrlich keine Empfehlung für jeden, dazu sind wir alle zu verschieden, aber ein Experiment schadet nicht. Und sei es dass man dann tolle Alltags-Sandalen hat. Dann hat der Körper Zeit sich anzupassen und irgendwann erwischt man sich dabei in den Dingern zu laufen. Jede Wette 😉
      Lautlos durch die Welt tanzen, das triffts gut, so kommts mir auch beizeiten vor.
      Ich passe auf, versprochen!

  3. …. und ich habe mir immer noch keine Shammas bestellt, lieber Oliver. Dabei werde ich mit jedem Post von Dir neugieriger auf die Dinger.

    Freut mich unendlich zu lesen wieviel Spaß Dir das Laufen in Sandalen macht! Weiter so!

    Liebe Grüße
    Volker

    1. Moin Volker, jaha, ich kann die nur wärmstens empfehlen. Die sind schnell und leicht einzustellen und unterwegs noch schneller nachzujustieren. Und der Fersenriemen verrutscht nicht, das hat mich ja immer kollosal an anderen Schlappen genervt. Ich bin wirklich voll zufrieden damit, und die Maximus wären auch was für Dich.
      Ich mache auf jeden Fall weiter damit, mal schauen wie weit ich das Thema für mich ausreizen kann 😉

  4. Lieber Oliver,
    also auf den Trails und generell im Wald mit den Sandalen unterwegs … also meine Füße würden sich wohl richtig freuen. Ich brauche ja so viel Platz in den Schuhen weil meine Zehen brauchen und lieben Freiheit. Aber … ich bin leider auch ein totaler Schussel. Ich habe im letzten Jahr mal angefangen mit so ganz dünnen Barfußschuhen im Wald zu laufen … das war auch echt toll, bis dann die eine Wurzel kam die ich übersehen hatte. Und ich hatte wochenlang Schmerzen 😯
    Du schreibst ja, dass du im schwierigen Gelände viel konzentrierter unterwegs bist. Ich denke, das müsste ich dann immer sein. Weil ich ja immer im Wald, auf Trails, auf Wegen mit vielen Wurzeln und so Zeigs unterwegs bin. Wahrscheinlich würde mir dann das Laufen letzten Endes weniger Spaß machen weil es zu viel meiner Konzentration fordern würde (oder eben böse Wehwehchen kommen würden 😆 ) .
    Ich bin also hin -und hergerissen zwischen: „ich versuche das mal mit den Sandalen“ und „besser meine Füße sind geschützt“.
    Aber fakt ist: das gute Gefühl kommt bei dir hervorragend rüber 🙂
    Irgendwie finde ich, deine Füße haben es gut getroffen mit ihrem Träger 😆
    Liebe Grüße
    Helge

    1. Wer auf breitem Fuß lebt (ich ja auch), braucht entsprechend Schuhwerk, liebe Helge. Für Schussel bleiben ja auch immer noch diverse Modelle von Altra, wäre immer meine erste Wahl falls Sandalen oder Fivefinger nicht funktionieren. Und der Spaß muss ja erhalten bleiben, gar keine Frage. Konzentration ist vielleicht sogar ein falsches Wort, fokussiertes Laufen trifft es etwas besser, ich starre ja nicht auf den Boden, sondern geniesse schon meine Strecke, aber es stellt sich ein gewisser fokussierter Blick ein, der potentielle Gefahrenstellen schnell erkennt.
      Ich finde ja, der Träger hat es gut getroffen mit seinen Füßen! Was würde ich nur ohne die beiden machen?! 😉

  5. Lieber Oliver,
    schön zu lesen, dass du mit den Shammas die für dich passenden Sandalen gefunden hast! Wir haben beim letzten Bloggerstammtisch auch darüber gesprochen, allerdings sind Catrina und ich noch nicht über die „Eingehphase“ hinausgekommen.
    Schade, dass du heuer mit so einer Stop-and-Go Phase zu tun hast. Da tun dann aber solche Läufe, wie dieser umso mehr gut, wenn es einfach läuft. 🙂
    Ich wünsche dir weiterhin viele schöne Sandalenlaufkilometer und keine Zwangspausen mehr!

    1. Ja, das macht einfach Spaß mit den Dingern zu laufen, liebe Doris. Vielleicht macht es sich jetzt einfach bezahlt, dass ich schon seit Jahren mit Minimalschuhen laufe und deshalb so gut wie keine Eingewöhnungsphase brauchte. Bin gespannt ob es bei euch mehr als die Eingehphase wird, ungewohnt ist es natürlich mit dem Riemen zwischen den Zehen, am ende aber Gewöhnungssache.
      Ich möchte jetzt wirklich keine Zwangspausen mehr, aber manchmal wird man einfach ferngesteuert, also das beste draus machen und einfach so viel laufen wie möglich ist 🙂

  6. Lieber Oliver,

    schön, dass es wieder mal geflutscht hat und du so unbeschwert unterwegs sein konntest! Die Zwangspausen sind nie schön, aber deine ‚Grundfitness‘ geht ja nicht so schnell verloren … und du bist momentan richtig fit! Für mich auch ein Hauptgrund, dass du so gut mit Sandalen unterwegs sein kannst, neben den anderen Gründen, die du nennst.

    Jetzt, da du durch Catrina angefixt bist, probiers doch mal aus, im Gebirge, vielleicht nicht gleich mit Sandalen, es ist ja noch ein anderes laufen, teilweise technisch viel anspruchsvoller. Und wenn es Veranstalter zulassen, ist das Sandalenlaufen im Hochgebirge dann ein nächster Schritt. 😉

    Weiterhin viel Spaß und
    LG Manfred

    1. Lieber Manfred, nach so ein paar Tagen Pause vermiss ich das aber auch, einfach in die Laufklamotten schlüpfen und unbeschwert rennen. Auch wenn die Grundfitness noch vorhanden ist, da geht noch mehr, das muss wieder her.
      Mal schauen ob ich irgendwann mal einen Gebirgslauf hinbekomme, sowas will ja auch gut geplant und vorbereitet sein. Ich bin halt immer wieder von den Bildern begeistert 🙂
      Danke dir!

  7. Die „Sandalen-Phase“ hatte ich auch mal, allerdings habe ich dann irgendwann mal den Spaß dran verloren. Aus welchem Grund? Weiß ich gar nicht mehr genau.
    Generell fordert der Lauf in bzw. auf unebenen Gelände die Muskulatur per se – egal mit welchem Schuh man läuft. Momentan schwöre ich auf Hoka. Eine Marke, mit der ich vor Kurzem noch gar nichts anfangen konnte. So viel Dämpfung? Muss das sein? Tut mir bzw. meinem Laufstil aber gut. 5 mm Sprengung gehen auch okay,
    Die Shammas sind selbstredend das komplette Gegenteil. Wenn ich aber mal wieder „Schluppen“ probiere, dann die.

    Liebe Grüße
    Martin

    1. Hi Martin, ob das nur eine Phase bleibt, da bin ich mir noch nicht sicher, ich merke einfach das es mir komplett gut tut. Allerdings auch erst seit ich die Shammas habe, die begeistern mich richtig. Mit Luna, Chalas usw konnte von Spaß keine Rede sein, die haben mich alle ganz schnell genervt wenn es mal zur Sache ging. Aber sicher werd ich da kein Dogma draus machen, beim mir klappt es, bei anderen nicht, genau so wie mit allen anderen Schuhen.
      Auf Hoka schwören ja wirklich viele, meine Neugier war auch mal groß genug um ein Paar auszuprobieren, ging aber gar nicht. Dämpfung und meine Gelenke, das funktioniert überhaupt nicht. Meine einzigen verbliebenen (sehr leicht) gedämpften Schuhe sind die alten Altra Superior, Zerodrop und da passt immerhin mein breiter Fuß noch rein, die würde ich vermutlich für ganz anspruchsvolle Trails nochmal anziehen. Aber bis dahin gilt: so wenig wie möglich.

  8. Lieber Oliver,
    das liest sich prima. Klasse, dass du so gut klarkommst mit den Shammas und dass du damit DEINE Fuß“bekleidung“ gefunden hast! Wie Catrina schon schrieb, sahen wir am Eiger sogar einen Läufer in Sandalen. Aber er war zu schnell vorbei, als dass wir ihn nach seinen Erfahrungen befragen konnten. Dass da Steinchen schnell rein, aber auch schnell wieder rauskommen, hatte ich mir auch schon überlegt. Und dass die Füße ein maximales Freiheitsgefühl genießen können, kann ich auch gut nachvollziehen. Meine Skepsis gegenüber Stolperproblemen oder Reibungen schwindet zunehmend, wenn ich solche Berichte wie deinen lese. Das ist doch super, wenn man „sein“ optimales „Laufwerk“ gefunden hat.
    PS: Nächstes Jahr ist wieder Eiger Trail Ultra…
    PPS: Haben mit unserem Bauern mal über seine Holsteiner gesprochen 😉 Er will mal gegen den Strom schwimmen, wie er sagt.
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke, den Eiger in Sandalen laufen, das ist schon heftig, aber scheinbar machbar. Andererseits, es gibt Typen die rennen ganz andere technisch anspruchsvolle Strecken in Sandalen, vermutlich muss man nur seine eigenen Schranken im Kopf wegbekommen und sich rantasten. Ich teste die nächste Zeit erstmal Stück für Stück aus wo meine persönliche Hemmschwelle ist. Im Moment überwiegt der Spaßfaktor und das überragende Freiheitsgefühl.
      Nächstes Jahr ist wieder Eiger Trail … jaha … ich denke darüber nach und hätte da bock drauf. Ist eher eine „logistische“ Herausforderung, mit Job und Hund und so, mal schauen 😉
      Mutiger Bauer, wenn er sich gut um die Kühe kümmert, sollte er aber auch keine Probleme bekommen. Das Wiesenfutter ist jedenfalls top in bergiger Gegend, das macht leckere Milch und sehr guten Käse 🙂

  9. Lieber Oliver,
    danke dass du die Warrior Maximus mal angetestet hast. Ich liebäugle ja schon lange mit denen. Die Mountain Goats erscheinen mir doch auch zu dick. Vielleicht bestelle ich die doch auch mal. Obwohl dann habe ich ja schon 3 Paar Shammas. (Chargers immer noch mein Favorit und so schlimm ist das fehlende Profil gar nicht, und die Warriors für anspruchsvollere kurze Läufe.)
    Ich stimme dir völlig zu, dass die FF dagegen Sofas sind. Allerdings ziehe ich sie darum ja auch gerne auf längeren Strassenläufen an. So fit sind meine Füße dann doch noch nicht. (Ich bin ja sehr vorsichtig mit dem Sandalen laufen begonnen. Ich habe sie jetzt schon über 2 Jahre, aber am Anfang bin ich damit nicht mehr als 3km gelaufen und habe mich auch noch nicht über 20 gearbeitet. Und für die technischen Trails fehlt mir dann doch die Koordination, die du beschreibst. Auf die Dauer stolpere ich immer ein bisschen.)
    Ich hoffe dass dich jetzt bald nichts mehr vom Laufen abhält!

    1. Liebe Roni, so schnell kommt man zu drei Paar Shammas 😉 Die Maximus benehmen sich im Wald wie Chargers, nur eben mit Grip. Aber (nicht zu vergessen) das Profil läuft sich auf Asphalt auch recht schnell an einigen Stellen ab, die gehören also wirklich auf die Wege abseits der Straße. Grade gestern abend war ich mit den Chargers in strömenden Regen unterwegs, ging supergut. ich hatte mit mehr Rutscherei gerechnet, war aber nichts. Das sind schon wirklich klasse Teile.
      Ich laufe mittlerweile seit über sieben Jahren mit recht minimalen Schuhen, vermutlich sind meine Beine und Füße schon gut angepasst und deshalb fluppt das so gut. Ich hoffe aber auch echt dass ich jetzt mal wieder etwas durchziehen kann, das waren zu viele Pausen in letzter Zeit.

      1. Ich wusste gar nicht dass du auch die Chargers hast und dachte du seist nur in den Warriors unterwegs. 3 Paar Shammas sind dann vielleicht gar nicht so schlimm :). Ich weiss gar nicht mehr wann ich mit dem Barfusslaufen angefangen habe – ich denke so vor 5-6 Jahren. Aber ich hatte nie das Ziel um umzustellen, sondern hab das nur aus Spass ab und zu gemacht. Darum bin ich da wohl noch etwas hinterher. (Ich vermisse mein altes echt Barfussrevier :(. )

        1. Ich war einfach zu neugierig und hatte Chargers und Warriors zusammen bestellt. Nachdem ich mit den Warriors dann ein paar mal abseits von Strassen unterwegs war, war klar, dass noch was mit stabilerer Sohle her muss. Und die Wahl zwischen Mountain Goats und Maximus war dann schnell entschieden.
          Shammas 07/2021

  10. Hi Oliver,

    ich teile deine Begeisterung! Ich ergänze mein Training stets mit Huaraches und Five Fingers bis ungefähr 30 Prozent meiner Gesamtkilometer. Meine Huaraches habe ich mir nach dem Vorbild der Tarahumara in Mexiko, die ich sehr bewundere, selbst gebaut. Kosten: 4 EUR. Während die Tarahumara allerdings deren Sandalen aus Reifen herstellen, habe ich zu einer 4mm dünnen Vibram-Sohle (also als Matte gekauft und ausgeschnitten) gegriffen. Damit gehe ich oft lange Strecken an, packe diese aber dann ab ca. K 20 in den Rucksack, wenn ich merke, dass sich die Achillessehne meldet. Der gute Laufstil wird mir auf diese Weise immer wieder eingeschärft, den ich dann auf mein dämpfungsarmen und schnellen Laufschuhe übertragen kann.

    1. Hallo Martin,
      ich wollte ja schon seit längerem mit Huaraches laufen, aber weder meine selbstgebauten, noch diverse andere Marken haben funktioniert. Die Shammas dagegen sind wie gemacht für meine Füße, mit jedem Lauf spüre ich das mehr. Jetzt nach etwa 5 Monaten bemerke ich nochmal einen echten Fortschritt in Beinkraft und Stabilität, ich bin zb schnell wie noch nie und erhole mich auch sehr schnell wieder. Vorerst werde ich einfach weiter mit Sandalen laufen, wo immer es geht 🙂

Schreibe einen Kommentar zu Manfred Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.